Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Die “Grüne Welt“ - dem Jäger und Naturschützer gefällt

Diese Thematik mit einzelnen Erläuterungen soll in Zukunft monatlich mit einem anderen Pflanzengewächs
in loser Reihenfolge den Jägern, Jungjägern und Naturschützern auf der Internetseite in Erinnerung gebracht werden. Somit soll erreicht werden, auffallende Gräser und Pflanzen besser kennen zu lernen und gegebenfalls bei Fachleuten im Zweifel auch einmal nachzufragen.

Bild des Monats Dezember 2017

Spindelholz

Pfaffenhütchen Spindelholz       Euonymus europaeus                                                 Foto: J.Jentsch

Der etwa 3 bis maximal 6 Meter hohe Strauch blüht in den Monaten Mai-Juni. Die Blüte ist unscheinbar,
weiß bis gelblich, in blattachselständigen Rispen. Die Früchte sind kaminrote, 3- 4 teilige Scheinfrüchte
mit vier weißen Samen in orangefarbigen Samenmantel - die Samen sind, ebenso alle Pflanzenteile, giftig. Einheimischer Strauch, der an Hecken, in Auen und Laubwäldern vorkommt.
Der Name Spindelholz weißt auf seine ehemalige Nutzung als Drechselholz, hier für die Spindeln der Spinnräder, hin.
Da der Samen im Winter gern von Vögeln gefressen wird, wird es auch „Rotkelchenbrot“ genannt.


Bild des Monats November 2017

Klatschmohn

Zusammenwachsung von zwei Roteichen Quercus rubra
im Staatsforstrevier Unger, Rugiswalder Kirchberg                                                           Foto: J.Jentsch

Wie geht das?

Von einem benachbarten Stamm geht ein Ast aus und berührt den daneben stehenden artgleichen Baumstamm vielleicht sogar mit gemeinsamem Wurzelstock ( Verschweißung der Wurzeln der benachbarten Bäume nach Kontakt J.J.). Der Wind setzt eine Verschleißwunde, Kontaktspannungen bewirken zusätzlich gegenseitige Umwallung und Formschluss. Wenn nach einigen adaptiven Wachstum auch die Jahrringsorientierung der beiden zu verschweißenden Komponenten kraftschlussgerecht ist, kommt es zur Ausbildung gemeinsamer Jahrringe, also echter Verschweißung.
(Adaptives Wachstum erstrebt Spannungskonstanz auf der Baumoberfläche, ist die konstruktive Erschaffung der Baumgestalt angepasst an die äußeren Bedingungen.)
Nach der vollständigen Verschweißung des Astes mit dem benachbarten Baumstamm stirbt der Ast nach der Überwallungsstelle ab, da der Transportfluss unterbrochen wurde.
Aus: Die Baumgestalt als Autobiographie von Prof. Dr. C.Mattheck 1992

 

Bild des Monats Oktober 2017

Klatschmohn

Bunter Hohlzahn     Galeopsis speciosa Mill                                                                 Foto: J.Jentsch

Blüht in den Monaten Juni-Oktober, die Blüte ist hellgelb, Mittellappen oder Kronenlippe violett. Der Hohlzahn wird 30-80 cm hoch. Vorkommen; Wege, Äcker sowie in Wäldern – auf lichten Stellen, einheimische Pflanze.

Ähnlich, jedoch blaßrot blühend ist der Kleinblütige Hohlzahn, er ist etwas kleiner im Wuchs.


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