Sehenswertes in der Gemeinde Müglitztal

Die im und auf den umliegenden Höhen gelegene Gemeinde Müglitztal ist ein idealer Ausgangspunkt für Streifzüge durch die nähere Umgebung und in das Osterzgebirge. Besonders reizvoll ist die Zeit der Laubfärbung.
Besuchen Sie uns und erkunden Sie in herrlichen Wandertouren die Sehenswürdigkeiten in unseren Ortsteilen!
Mit der Müglitztalbahn erreichen Sie unsere Ortsteile Burkhardswalde/Maxen, Mühlbach und Weesenstein verkehsgünstig von Heidenau wie auch von Altenberg aus.


Ortsteil Burkhardswalde

Das 1400 ersterwähnte Dorf gehörte ursprünglich zum Distrikt Dresden, später in die Pflege Dohna bzw. in das Amt Pirna. 1514 war Burkhardswalde ein Herrensitz mit Lage am Nordrand des Dorfes. 1455 wurde Burkhardswalde durch Böhmen verwüstet. Später wurde das Dorf und das Vorwerk Bestandteil der Herrschaft Weesenstein.
Burkhardswalde
Blick auf Burkhardswalde
Weithin sichtbar ist der Turm der Burkhardswalder Kirche. Früher war die Burkhardswalder Kirche die Pfarrkirche für einige Dörfer der Umgebung. 1973 wurde sie grundlegend erneuert.
Zu Burkhardswalde zählt die 1626 erstmals genannte "Püschelmühle", in der 1875 eine Papierfabrik errichtet wurde und die leider mit der Beseitung der Hochwasserschäden vom August 2002 abgerissen werden musste. Ein weiterer Ortsteil ist "Jonasmühle". In Burkhardswalde befinden sich die Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Mineralwasser-Quellen.


Ortsteil Maxen

Die Gemeinde Maxen liegt auf dem Höhenzug zwischen dem Lockwitz- und Müglitztal (415 m über dem Meeresspiegel) und bildet mit den Ortsteilen Falkenhain, Crotta und Schmorsdorf den flächenmäßig größten Ortsteil der Gemeinde. Bereits 1973 wurden die Dörfer Falkenhain mit dem Ortsteil Ploschwitz und Schmorsdorf mit dem Ortsteil Crotta nach Maxen eingemeindet.
Die ersten Angaben zum Ortsnamen gehen auf eine sog. Familie Maxin aus dem Jahr 1307 und eine 1335 abgefaßte Beurkundung von Stolpen zurück.
Das Dorf selbst findet 1372 seine erste urkundliche Erwähnung. Der Herrensitz Maxen (1447 als hoff und dorff zu Maxen bezeichnet), entwickelte sich zu einem weitläufigen Besitz. 1501 bildeten die Dörfer Maxen, Mühlbach, Schmorsdorf, Crotta, Cunnersdorf bei Glashütte und Häselich ein Zubehör des Gutes.
Blick auf Maxen
Blick auf Maxen vom Finckenfang
Ein Ausflugsziel besonderer Art ist der "Finckenfang", eine Anhöhe südwestlich vom Dorf auf der Wasserscheide von Müglitz und Lockwitzbach. Zum Gedenken an die Schlacht des Siebenjährigen Krieges von 1759 erinnert diese Bezeichnung, als sächsische und österreichische Truppen die Preußen schlugen und die mit der Gefangennahme des General Finck und seines Korps endete. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Elbtal und das Erzgebirge.
Altersheim Maxen Der ehemals preußische Major Johann Friedrich Anton von Serre erwarb 1819 das Rittergut Maxen und trug mit seinem Arrangement sehr zum Ruhme von Maxen bei, bsw. Um- und Ausbau des Schlosses, Wiedereröffnung und Erweiterung des Maxener Bades und der Kegelbahn, Gründung einer Waisenkolonie für Kinder, Begründer der deutschen Schillerstiftung, Bewirtschaftung der Kalk- und Marmorbrüche. Als Liberaler und Kunstmäze machte er Maxen zum Sammelpunkt namhafter Gelehrter und Künstler.

Seit 1947 befindet sich im Herrenhaus von Schloß Maxen das Altersheim der Caritas "St. Josef".

Im April 1993 wurde der Förderverein "Museum Sächsische Landwirtschaft Rittergut Maxen e. V."gegründet. Ziel des Vereins war es, im Rittergut Maxen baldmöglichst ein entsprechendes Museum ins Leben rufen zu können, somit das Müglitztal in Zusammenarbeit mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz den Besuchern näher zu bringen und für dieses typisch ländliche Umfeld eine neue Touristenattraktion zu schaffen.
2001 gelang die Neueröffnung eines Heimatmuseums, in welchem die Schlacht bei Maxen 1759 in einem Diorama nachgestaltet wird. Auch auf die Kalköfen zum Abbau von Kalk und Mamor wird hier Bezug genommen.

Neben der Landwirtschaft wurden im Ort vom 15. bis Ende des 19. Jahrhunderts vor allem zahlreiche Kalkstein- und Marmorbrüche betrieben.

Noch heute sind die Reste der alten Kalköfen als technische Kulturdenkmale zu sehen, die an die alte Bergbautradition erinnern. Der Maxener Marmor war sehr beliebt, vor allem wegen seiner Schönheit und Festigkeit. So fand er z. B. im Schloß Weesenstein und der Dresdner Hofkirche Verwendung.
.Schmorsdorfer Linde
Schmorsdorfer Linde
Ein Naturdenkmal besonderer Art ist die mitten im Ortsteil Schmorsdorf stehende 1000jährige Linde.

Neben der imposanten Linde befindet sich das wohl kleinste Museum Deutschlands, das Lindenmuseum Schmorsdorf.
Der erste Nachweis für das Gebäude stammt aus dem Jahr 1888. Seit 2006 wird es als Museum genutzt. In ihm wird die Geschichte des Ortes bewahrt, über die tausendjährige Linde informiert und an eine prominente Besucherin erinnert:
Clara Schuhmann
In einem ehemals königlich-sächsischen Marmorbruch befindet sich die Naturbühne Maxen. Der Heimatverein Maxen e.V - AG Naturbühne Maxen organisiert viele interssante Aufführungen für groß und klein auf dieser kleinen urgemütlichen Bühne. Seit nunmehr 8 Jahren finden abwechslungsreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Kabarettprogramme und Theateraufführungen auf der Naturbühne Maxen statt.


Ortsteil Mühlbach

Idyllisch liegt Mühlbach mit dem Ortsteil Häselich im Müglitztal an den östlichen Ausläufern des Erzgebirges. Die Ortslage weist gewaltige Höhenunterschiede auf. So hat man einen herrlichen Blick von den Anhöhen auf das Dorf, in der Ferne auf die Basaltkegel des Willisch, den Luchberg und den Geisingberg einerseits und auf der anderen Seite erblickt man die Konturen der Sächsischen Schweiz.
Blick von Mühlbach
Blick von Mühlbachs Anhöhen
Die Ortschaften Mühlbach und Häselich waren beide Zubehör des Rittergutes Maxen und wurden erstmals 1412 urkundlich erwähnt. Mit dem Ende der Patrimonialgerichtsbarkeit kamen die Dörfer verwaltungsmäßig an das Gerichtsamt Pirna, später zur Amtshauptmannschaft Pirna. Während Mühlbach stets nach Maxen gepfarrt war, gehörte Häselich kirchlich bis Ende des 19. Jahrhunderts zu Burkhardswalde. Namensgebend für Mühlbach war wahrscheinlich die Mühlbach-Mühle, von der aber erst 1548 im Amtserbbuch die Rede ist.
Dem erholungsbedürftigen, ruheliebenden Urlauber und Naturfreund steht eine gemütliche kleine Landgaststätte mit Übernachtungsmöglichkeit, der "Kastanienhof" bereit.
Mühlbach liegt äußerst günstig zu vielen Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung, wie z. B. Schloß Weesenstein, dem Naturschutzgebiet Trebnitzgrund, dem Willisch, der Altenberger Bobbahn und dem Heidenauer Stadtbad.
Gaststätte Kastanienhof
"Kastanienhof"


Ortsteil Weesenstein

Der Ortsteil Weesenstein ist eng mit dem Schloß Weesenstein verbunden. Es stellt den historischen und kulturellen Mittelpunkt des Ortes dar.
Schloß Weesenstein
Hoch über dem Müglitztal auf einem Felssporn erhebt sich das Schloß Weesenstein.
Erstmals erwähnt wurde es 1318 als Besitz des Burggrafen von Dohna. Während des 14./15. Jahrhunderts wurde um die im Grenzland liegende Festung heftig gestritten (Dohnasche Fehde). Die Besitzer wechselten - ebenso die Baupläne. So entstand die eigenartige Architektur von oben nach unten gebaut, welche ein Zeugnis der Schwere des Mittelalters, das Gleichmaß der Renaissance und die Pracht des Barock zu einer seltenen Gemeinschaft lückenloser Tradition in sich vereint. 1830 ging das Schloß in Privatbesitz des Sächsischen Königshauses Wettin über. 1953 wurde das Schloß und die Parkanlage der Gemeinde Weesenstein übertragen und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zur fachlichen Betreuung zugeordnet. Seit 1990 ist es in Landesbesitz zurückgeführt.
Die gesamte Anlage des Schlosses ist als Museum gestaltet, indem man die Felsenräume der ehemaligen Burg sowie die Zimmerflucht des Schlosses mit wertvollen historischen Tapeten und entsprechenden Stilmöbeln besichtigen kann. Besuchen Sie unser Schloßmuseum. Schloß Weesenstein ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel. Hier erwartet Sie ein umfangreiches Sonderführungs- und Veranstaltungsprogramm. Fordern Sie hierzu unseren Veranstaltungskalender an. Eine besondere Attraktion ist das jährlich stattfindende Mittelalterfest mit den Ritterspielen.
Schloß Weesenstein Schloß Weesenstein ist zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ausflugsziel.
Ein originelles Museum ist der Pferdestall. Der barocke Festsaal, die Schloßkapelle, der Rittersaal und das Theater laden zu vielfältigen Programmen ein.
Der reizvolle im Müglitztal eingebettete Schloßpark ist ein besonderer Ort der Ruhe und Entspannung. Alte Schloßmauern aus dem 16. Jahrhundert belegen die Anfänge, der französische Garten und die ehemals englischen Partien, die zu verschiedenen Aussichtspunkten in Richtung Schloß führen, laden zum Verweilen ein.
Seit kurzem bietet sich im Schloß Weesenstein eine besonderes Erlebnis: Standesamtliche Trauungen.
Alle Hochzeitsanmeldungen laufen über das Dohnaer Rathaus. Die Trauungen werden vorerst noch im Konzertsaal durchgeführt, geplant ist eine Hochzeits-Suite. Die Möglichkeit der kirchlichen Trauung in der Schloßkapelle nutzen schon viele Paare.

Noch heute ist die historische Schloßmühle in Betrieb, in der Besucher ein Schaumahlen erleben und frischgebackenes Mühlenbrot erwerben können.

Eine besondere Attraktion ist die neueröffnete Schloßbrauerei, eine Gasthausbrauerei mit selbstgebrautem Bier und deftiger Beikost.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt in der Schloßgaststätte am Fuße des Schloßberges, in der historischen Schloßküche , im romantischen Schloßcafè direkt in den Räumen des Schlosses und im wiedereröffneten und neugestalteten Cafè "Kaiserstübel".

Müglitztal und Umgebung bieten eine Fülle von Sehenswürdigkeiten:
Burg Dohna, Heimatmuseum, Barockgarten Großsedlitz, Schloss Weesenstein, Uhrenmuseum Glashütte, Bergbaulandschaft, (geplant) Uhrenlehrpfad durch die Glashütter Uhrenbetriebe, Mühle und Bäckerei Bärenhecke, Heimatmuseum Bärenstein, Schloss und Kirche Lauenstein, Wildpark Osterzgebirge, Devalkart-Bahn, Eisstadion, Hüttenteich Geising, Bergbaumuseum Altenberg, Sommerrodelbahn und Bungee Anlage, Reha-Klinik mit Bäderlandschaft, Galgenteiche, Rennschlitten- und Bobbahn, Besucherstollen und Museum Huthaus Zinnwald, Georgenfelder Hochmoor, Sächsisch-Böhmische Bauernmarkt, Heimatmuseum Maxen, Naturbühne, Kalköfen, Konzerte in Schloss und Kirche Reinhardtsgrimma, Schloss Kuckuckstein, Bauernmuseum Liebenau, ...
Besuchen Sie unsere Gemeinde Müglitztal und erleben Sie einen erholsamen Aufenthalt!
Hier finden Sie günstige Verkehrsanbindungen zur Sächsischen Schweiz, zum Landschaftsschutzgebiet Osterzgebirge sowie nach Zinnwald und Altenberg.