Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Archiv - Bilder des Monats - Die “Grüne Welt“

 

Bild des Monats April 2021

Seidelbast

Seidelbast (Kellerhals)       Daphne mezereum                 Foto: J. Jentsch

ist ein Strauch, welcher 30-150 cm hoch werden kann. Die duftend, rosa Blüten erscheinen vor dem Blattaustrieb (März-April) und sind 10-14 mm breit, 4zipfelig,  zu 1-3  im oberen Teil der Zweige ährenartig angeordnet sitzend. Beim Seidelbast sind die Blüten kauliflor (Stammblütigkeit - Blüten entstehen an verholzten Pflanzenteilen).
Die Frucht ist rot, kugelig und 6-10 mm. Die Blätter sind kurz gestielt, lanzettlich, ganzrandig.
Seidelbast ist sehr giftig, vor allen in der Rinde und den Samen. Eine Giftaufnahme ist beim Menschen oral (Beeren), aber auch über die Haut möglich. Schädigung der Haut, schweren Schädigung der Nieren, des Kreislaufs und des Zentralnervensystems.
Achtung: schon 5 Beeren sind für Kinder tödlich!!! für Erwachsene reichen 10 -12 Beeren.
Vorkommen; Laub- und Mischwälder, auf frischen bis feuchten, humus- und meist kalkreichen Lehmböden

Bild des Monats März 2021

Rainfarn

Bergulme

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)             Foto: J. Jentsch

ist eine ausdauernde krautige Pflanze und wird zwischen 11 und 25 Zentimeter hoch.
Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein unterirdisches etwa 30 cm langes, kriechendes Rhizom. Es setzt an seinem einen Ende das Wachstum fort und bildet die Sproßknospe, stirbt jedoch am anderem Ende ab. Die Blütezeit ist zwischen März bis Mai, eine weiße Blüte mit sechs bis acht Blütenblättern (selten mehr) pro Pflanze. Die Blüten sind nachts oder bei kühler Witterung geschlossen. Bestäubung erfolgt über Insekten, Selbstbestäubung ist möglich. Die Samen werden zumeist von Ameisen verbreitet. Buschwindröschen sind Licht- und Frostkeimer. Durch Verzweigung des Rhizoms erfolgt die vegetative Vermehrung.
Vorkommen: sommergrüne Laubwälder, Gebüsche, Wiesen

Bild des Monats Februar 2021

Rainfarn

Bergulme

Bergulme (Ulmus glabra)             Foto: J. Jentsch

Bergulme (Ulmus glabra) mit einer im Durchmesser etwas über 2 Meter messenden Knolle. Diese Wucherungen werden sehr oft durch das Bakterium Agrobacterium tumefaciens ausgelöst. Die eingeschleusten Bakterien bringen den Hormonhaushalt der infizierten Zelle durcheinander. Infizierte Kambiumzellen verlieren die Kontrolle über ihr Wachstum. Diese und ähnlich aussehenden Knollen werden als sogenannte Maserknollen von der Möbelindustrie gesucht. ( z.B. Vogelaugenahorn)
Fundort; unterhalb eines Wanderweges in Sebnitz/Hertigswalde

Bild des Monats Januar 2021

Trompetenflecht

Trompetenflechte    Cladonia fimbriata             Foto: J. Jentsch

ist eine Flechte mit einer fein mehligen Oberfläche. Die grundständigen, graugrünen Blättchen sind klein und oft nur spärlich vorhanden. Die hohlen, etwa 2 cm langen, hellgrauen bis leicht grünlichen Stämmchen der Flechte enden ziemlich unvermittelt in pokal- bis trichterförmige Becher. Diese sind etwa 4 mm breit.
Vorkommen; sehr häufig und europaweit auf sandig-lehmigen Böden, auch auf morschen Holz oder an der Basis von Baumstämmen an hellen, lichtreichen Standorten

 

Bild des Monats Dezember 2020

Schwertkiefer

Schwertkiefer

Schwertkiefer aus dem Liebethaler Wäldchen                                            Foto: J. Jentsch

Die Schwertkiefer ist ein jagdhistorisches Denkmal.
Die farblich ausgemalte Einritzung wurde 1801 anläßlich eines Jagdfrühstücks angefertigt. Das diese etwa 350-400 Jahre alte Kiefer im Volksmund als „Schwertkiefer“ bezeichnet wurde, beruht auf einen Irrtum. Die eingeritzte Saufeder wurde als ein Schwert gedeutet. Dieser Baum stand im Karswinkel des Liebethaler Wäldchen und fiel etwa 1970 bei einen Sturm. Kam dann später nach Dresden ins Museum für Sächsische Volkskunst und ist seit 1996 in der Kirche Porschendorf als Dauerleihgabe zu besichtigen.

 

Bild des Monats November 2020

Rainfarn

Rainfarn        (Tanacetum vulgare L)                     Foto: J. Jentsch

ist eine stark wuchernde, 60-130 cm hohe ausdauernde krautige Pflanze. Er bildet ein Rhizom und wurzelt bis 90 cm tief. Die wechselständigen, dunkelgrünen, länglich gefiederten Laubblätter duften stark. Die gesamte Pflanze enthält stark riechende ätherische Öle, welche Allergien auslösen können. Rainfarnöl ist ein starkes Gift.
Er blüht in der Zeit von Juni bis September in doldenrispigen, leuchtend gelben Blütenständen. Die Blüten sind zwittrig. Fruchtreife ist von August bis Oktober. Der Rainfarn vermehrt sich durch unterirdische Ausläufer auch vegetativ.
Die stark duftenden Blätter sowie die Blüten enthalten insektenabweisende Wirkstoffe. Die Anwendung erfolgte gegen Flöhe und Kopfläuse, bei Wurmbefall. Rainfarn wurde angepflanzt um Kartoffelkäfer zu vertreiben. Auch als Färbepflanze genutzt.
Vorkommen; an Wegen, Schuttplätzen, Dämmen, auf Brandstellen sowie an Ufern.

Bild des Monats Oktober 2020

Wilde Karde

Wilde Karde        (Dipsacus fullonum)                    Foto: J. Jentsch

ist eine zweijährige Pflanze, mit Wuchshöhen bis zu 1,50 Meter. Die Stängel sind stachelig. Die Grundblätter sind kurzgestielt und in einer Rosette angeordnet. Die kreuzgegenständigen Stängelblätter sind an der Basis paarweise zusammengewachsen und am Rand gekerbt. Die ganze Pflanze ist mit spitzen Stacheln übersät.
Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die bei einer Länge von 5 bis 8 cm eiförmig-länglichen, walzenförmigen, köpfchenförmigen Blütenständen sind von stacheligen, auffallend unterschiedlich langen und bogig aufsteigenden Hüllblättern umgeben. Die Tragblätter sind länger als die Blütte. Die Blüten sind zwittrig. Die vier violetten Kronblätter sind röhrenförmig verwachsen. Die Blüte ist blau. Selbstbestäubung ist möglich, ansonsten durch Hummeln und Schmetterlinge.
Die Früchte sind häutige, einsamige Nüsse. Diese Nüsse werden von Pflanze durch elastische Streublätter meterweit weggeschleudert. Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.
Die Karde hatte früher in der Volksheilkunde eine große Bedeutung, wie bei Gelbsucht, Leberbeschwerden, Magenkrankheiten, kleinen Wunden, Gerstenkörnern u.ä.
Vorkommen; liebt Wärme, steht auf Überschwemmungsflächen, an Ufern, Wegen, auf Weiden und in Ruinen.

 

Bild des Monats September 2020

Echte Mädesüß

Echte Mädesüß        (Filipendula ulmaria)                    Foto: J. Jentsch

Das Echte Mädesüß ist eine ausdauernde krautige Pflanze, das Wuchshöhen von 50 – 150, bisweilen auch 200 Zentimeter erreicht. Die Stängel sind rötlich und verzweigen sich erst im oberen Teil. Die Laubblätter sind dunkelgrün gefiedert und stark geadert. Die Unterseite ist weißfilzig .
Mädesüß blüht von Juni bis August, in dichten, reichblütigen weißen Blütenständen. Die Samen können durch Wind und Wasser gut verbreitet werden. (die Samen befinden sich in Nüßchen mit hohen Lufteinschluß, daher sehr leicht)
Mädesüß war früher das Gewürz, was den Honigwein Met süßte. Es ist eine Heilpflanze die schmerzstillende Substanzen (ähnlich wie Acetylsalicylsäure) enthält.
Vorkommen: Naß- und Moorwiesen,Gräben, Auen, Auwälder und Bachläufe

 

Bild des Monats August 2020

Siebenstern

Europäischer Siebenstern          (trientalis europaea)                    Foto: J. Jentsch

Die Pflanze wird bis 20 cm hoch, die Blätter, bis 9 cm lang, sind lanzettlich, ganzrandig grün glänzend und am Ende des Stängels quirlartig gehäuft.
Die Blüte sitzt auf einem aus der Blattachsel entspringenden fadenförmigen Blütenstiel und ist 1 – 2cm im Durchmesser. Die Blüten sind meist siebenzählig, weiß oder leicht rosafarben.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli, die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten auch Selbstbestäubung ist möglich.
Das Rhizom ist weiß und bis zu 8 cm lang, an seinen Ende entsteht eine kleine längliche Knolle, mit dieser Knolle überdauert die Pflanze den Winter. Aus jeder Knolle entspringt ein bis zu 20 cm hoher Stängel, auch die Wurzel entspringt der Knolle und erstrecken sich bis in 15 cm Tiefe.
Vorkommen: Fichtenwälder, Birkenmoore, bodensaure Laubwälder, Heiden Magerrasen

Bild des Monats Juli 2020

Braunwurz

Braunwurz

Knotige Braunwurz     (Scrophularia nodosa)                             Foto: J. Jentsch

ist eine krautige Pflanze welche zwischen 50 und 100 cm hoch wird. Der Stengel ist aufrecht und
vierkantig. Die Blätter sind ei- oder herzförmig, doppelt gesägt, ungeteilt und höchstens am Grund mit ein oder zwei kleinen Seitenlappen. Die Blüte, grünlich/braun, ist eine endständige Rispe. Der Braunwurz blüht in den Monaten Juni bis September. Die Fruchtreife ist von August bis Oktober, die Samen sind Kältekeimer (müssen eine Frostperiode durchleben, Same liegt über). Die Vermehrung erfolgt über die Samen in der Kapselfrucht, sowie durch unterirdische Ausläufer.
Vorkommen: nährstoffreiche, feuchte Stellen in Wäldern, an Waldrändern in Gebüschen und an Flußläufen

 

Bild des Monats Juni 2020

Johanniskraut

Echtes Johanniskraut, Tüpfelhartheu          (Hypericum perforatum )                    Foto: J. Jentsch

ist eine ausdauernde Pflanze, 15-60 cm hoch. Sie bildet stark verzweigte Wurzelkriechsprosse und einen bis zu 50 cm tief reichende Wurzel. Die Stängel sind zweikantig und markig ausgefüllt.
Beim Gefleckten Johanniskraut (Hypericum maculatum) ist der Stengel vierkantig und hohl. Die gegenständigen Blätter sind ei-länglich und dicht durchscheinend punktiert. Die Blüte hat fünf goldgelbe Kronblätter, welche am Rand schwarz punktiert sind. Die Blütezeit geht von Juni bis August. Beim Zerreiben der Blütenknospen, sie enthalten das blutrote Hypericin, verfärben sich die Finger rot. Am Abend und beim Verblühen rollen sich die Blütenblätter an den Seiten in der Längsachse ein.
Echtes Johanniskraut wird als Beruhigungsmittel und Antidepressivum verwendet.
Vorkommen, auf Magerrasen, an Böschungen, Wald-und Wegränder, auf Brachen und Waldlichtungen.

 

Bild des Monats Mai 2020

Waldgelbstern

Maiglöckchen     Convallaria majalis L.                    Foto: J. Jentsch

Ist eine ausdauernde krautige Pflanze, sie wird 10-30 cm hoch. Ihr Speicher- und Überdauerungsorgan ist ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom. Die 2 bis 3 Blätter sind breit-lanzettlich geformt, dunkelgrün und laufen an der Basis in Scheinstängel aus. Die Blüte ist weiß, glockenförmig, in 1seitswendiger Traube, mit intensiv süßlichen Geruch. Die Frucht ist eine rote Beere, mit ein bis fünf Samen. Die gesamte Pflanze ist giftig.
Vorkommen; in Laub- und Nadelwälder

 

Bild des Monats April 2020

Waldgelbstern

Waldgelbstern     Gagea lutea                             Foto: J. Jentsch

stammt aus der Familie der Liliengewächse. Die Pflanze ist 10-30 cm hoch, hat nur eine Zwiebel, keine Nebenzwiebeln.
Sie hat nur ein grundständiges Blatt, 6-12 mm breit. An der Spitze läuft das Blatt kapuzenartig aus.
Die gelben Blüten erscheinen in den Monaten März bis Mai und stehen an einen kahlen Blütenstiel in scheindoldigen Blütenständen zusammen.
Der Waldgelbstern ( auch Waldgoldstern genannt) kommt in Edellaubwälder, Auwäldern, Gebüschen, an Bachrändern und in Wiesen vor.
Das Foto entstand auf den Wiesen im Sebnitztal, unterhalb von Sebnitz.

Ähnlich und seltener, aber ohne die kapuzenartige Blattspitze, ist der Wiesengelbstern Gagea pratensis, dessen Blätter haben einen v-förmigen Querschnitt bzw. weisen eine tiefe Rille auf der Oberseite auf.


Bild des Monats März 2020

Weiße Pestwurz

Weiße Pestwurz       Petasites albus L.                                            Foto: J. Jentsch

Die Pflanze hat zur Blüte eine Höhe von 15-30 cm und der Fruchtstand ist dann bis 60 cm hoch. Die Blüte erscheint in der Zeit März bis Mai,in dichten Trauben und ist weißlich. Die Blätter sind rundlich herzförmig, unregelmäßig gezähnt und auf der Unterseite grau filzig.
Die Weiße Pestwurz bevorzugt Bachufer, Hochstaudenfluren, feuchte Hänge, sickerfeuchte, lehmreiche Edellaubwälder, Auwälder und auch feuchte Waldwege sowie Straßenränder.

Peszwurz rot

Ähnlich, aber rot-weiß bis rot-violett blühend und größer ist die Gewöhnliche Pestwurz, (Petasites hybridus L.) sie kommt vorwiegend an Bachufern vor.

 

Bild des Monats Februar 2020

Mistel

Haareis                                                                                                                             Foto: J.Jentsch

besteht aus feinen Eisnadeln die sich auf morschen und feuchten Totholz bilden.  2008 bestätigen Wissenschaftler als Auslöser ein Myzel winteraktiver Pilze, dessen durch Stoffwechsel erzeugtes Gas, das im Holz vorhandene Wasser nach außen schiebt. Das geschieht nur bei Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt, wenn das Wasser im Holz noch nicht gefroren ist, es jedoch an der nur geringer kälteren Umgebungsluft gefriert.
Kann beim flüchtigen Hinsehen mit einem Schimmelpilz verwechselt werden.
Fundort: Sebnitzer Wald

 

Bild des Monats Januar 2020

Mistel

Schneeglöckchen Galanthus nivalis L.                                                                            Foto: J.Jentsch

gehört zur Familie der Amaryllisgewächse, ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit Zwiebeln als Überdauerungsorgan. Die Pflanze wird 10-20 cm hoch, mit zwei 5-6 mm breiten fleischigen Blättern. Zwischen den Blättern wächst der Blütenstengel mit einer nickenden Blüte. Deren äußeren 3 Blütenblätter sind reinweiß und 14-18 mm lang, die inneren Blütenblätter sind nur halb so lang, ebenfalls weiß, jedoch mit grünem Fleck. Blütezeit von Februar bis März, mitunter schon im Januar
Schneeglöckchen vermehren sich über die Kapselfrucht (enthält ca. 18-36 Samen) und durch Tochterzwiebeln. 
Die Art ist geschützt und die gesamte Pflanze giftig, hier vor allem die Zwiebel.
Vorkommen in Laubwäldern, Streuobstwiesen, Parks und Gärten

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