Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Archiv - Bilder des Monats - Die “Grüne Welt“

 

Bild des Monats Januar 2021

Trompetenflecht

Trompetenflechte    Cladonia fimbriata             Foto: J. Jentsch

ist eine Flechte mit einer fein mehligen Oberfläche. Die grundständigen, graugrünen Blättchen sind klein und oft nur spärlich vorhanden. Die hohlen, etwa 2 cm langen, hellgrauen bis leicht grünlichen Stämmchen der Flechte enden ziemlich unvermittelt in pokal- bis trichterförmige Becher. Diese sind etwa 4 mm breit.
Vorkommen; sehr häufig und europaweit auf sandig-lehmigen Böden, auch auf morschen Holz oder an der Basis von Baumstämmen an hellen, lichtreichen Standorten

 

Bild des Monats Dezember 2020

Schwertkiefer

Schwertkiefer

Schwertkiefer aus dem Liebethaler Wäldchen                                            Foto: J. Jentsch

Die Schwertkiefer ist ein jagdhistorisches Denkmal.
Die farblich ausgemalte Einritzung wurde 1801 anläßlich eines Jagdfrühstücks angefertigt. Das diese etwa 350-400 Jahre alte Kiefer im Volksmund als „Schwertkiefer“ bezeichnet wurde, beruht auf einen Irrtum. Die eingeritzte Saufeder wurde als ein Schwert gedeutet. Dieser Baum stand im Karswinkel des Liebethaler Wäldchen und fiel etwa 1970 bei einen Sturm. Kam dann später nach Dresden ins Museum für Sächsische Volkskunst und ist seit 1996 in der Kirche Porschendorf als Dauerleihgabe zu besichtigen.

 

Bild des Monats November 2020

Rainfarn

Rainfarn        (Tanacetum vulgare L)                     Foto: J. Jentsch

ist eine stark wuchernde, 60-130 cm hohe ausdauernde krautige Pflanze. Er bildet ein Rhizom und wurzelt bis 90 cm tief. Die wechselständigen, dunkelgrünen, länglich gefiederten Laubblätter duften stark. Die gesamte Pflanze enthält stark riechende ätherische Öle, welche Allergien auslösen können. Rainfarnöl ist ein starkes Gift.
Er blüht in der Zeit von Juni bis September in doldenrispigen, leuchtend gelben Blütenständen. Die Blüten sind zwittrig. Fruchtreife ist von August bis Oktober. Der Rainfarn vermehrt sich durch unterirdische Ausläufer auch vegetativ.
Die stark duftenden Blätter sowie die Blüten enthalten insektenabweisende Wirkstoffe. Die Anwendung erfolgte gegen Flöhe und Kopfläuse, bei Wurmbefall. Rainfarn wurde angepflanzt um Kartoffelkäfer zu vertreiben. Auch als Färbepflanze genutzt.
Vorkommen; an Wegen, Schuttplätzen, Dämmen, auf Brandstellen sowie an Ufern.

Bild des Monats Oktober 2020

Wilde Karde

Wilde Karde        (Dipsacus fullonum)                    Foto: J. Jentsch

ist eine zweijährige Pflanze, mit Wuchshöhen bis zu 1,50 Meter. Die Stängel sind stachelig. Die Grundblätter sind kurzgestielt und in einer Rosette angeordnet. Die kreuzgegenständigen Stängelblätter sind an der Basis paarweise zusammengewachsen und am Rand gekerbt. Die ganze Pflanze ist mit spitzen Stacheln übersät.
Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die bei einer Länge von 5 bis 8 cm eiförmig-länglichen, walzenförmigen, köpfchenförmigen Blütenständen sind von stacheligen, auffallend unterschiedlich langen und bogig aufsteigenden Hüllblättern umgeben. Die Tragblätter sind länger als die Blütte. Die Blüten sind zwittrig. Die vier violetten Kronblätter sind röhrenförmig verwachsen. Die Blüte ist blau. Selbstbestäubung ist möglich, ansonsten durch Hummeln und Schmetterlinge.
Die Früchte sind häutige, einsamige Nüsse. Diese Nüsse werden von Pflanze durch elastische Streublätter meterweit weggeschleudert. Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.
Die Karde hatte früher in der Volksheilkunde eine große Bedeutung, wie bei Gelbsucht, Leberbeschwerden, Magenkrankheiten, kleinen Wunden, Gerstenkörnern u.ä.
Vorkommen; liebt Wärme, steht auf Überschwemmungsflächen, an Ufern, Wegen, auf Weiden und in Ruinen.

 

Bild des Monats September 2020

Echte Mädesüß

Echte Mädesüß        (Filipendula ulmaria)                    Foto: J. Jentsch

Das Echte Mädesüß ist eine ausdauernde krautige Pflanze, das Wuchshöhen von 50 – 150, bisweilen auch 200 Zentimeter erreicht. Die Stängel sind rötlich und verzweigen sich erst im oberen Teil. Die Laubblätter sind dunkelgrün gefiedert und stark geadert. Die Unterseite ist weißfilzig .
Mädesüß blüht von Juni bis August, in dichten, reichblütigen weißen Blütenständen. Die Samen können durch Wind und Wasser gut verbreitet werden. (die Samen befinden sich in Nüßchen mit hohen Lufteinschluß, daher sehr leicht)
Mädesüß war früher das Gewürz, was den Honigwein Met süßte. Es ist eine Heilpflanze die schmerzstillende Substanzen (ähnlich wie Acetylsalicylsäure) enthält.
Vorkommen: Naß- und Moorwiesen,Gräben, Auen, Auwälder und Bachläufe

 

Bild des Monats August 2020

Siebenstern

Europäischer Siebenstern          (trientalis europaea)                    Foto: J. Jentsch

Die Pflanze wird bis 20 cm hoch, die Blätter, bis 9 cm lang, sind lanzettlich, ganzrandig grün glänzend und am Ende des Stängels quirlartig gehäuft.
Die Blüte sitzt auf einem aus der Blattachsel entspringenden fadenförmigen Blütenstiel und ist 1 – 2cm im Durchmesser. Die Blüten sind meist siebenzählig, weiß oder leicht rosafarben.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli, die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten auch Selbstbestäubung ist möglich.
Das Rhizom ist weiß und bis zu 8 cm lang, an seinen Ende entsteht eine kleine längliche Knolle, mit dieser Knolle überdauert die Pflanze den Winter. Aus jeder Knolle entspringt ein bis zu 20 cm hoher Stängel, auch die Wurzel entspringt der Knolle und erstrecken sich bis in 15 cm Tiefe.
Vorkommen: Fichtenwälder, Birkenmoore, bodensaure Laubwälder, Heiden Magerrasen

Bild des Monats Juli 2020

Braunwurz

Braunwurz

Knotige Braunwurz     (Scrophularia nodosa)                             Foto: J. Jentsch

ist eine krautige Pflanze welche zwischen 50 und 100 cm hoch wird. Der Stengel ist aufrecht und
vierkantig. Die Blätter sind ei- oder herzförmig, doppelt gesägt, ungeteilt und höchstens am Grund mit ein oder zwei kleinen Seitenlappen. Die Blüte, grünlich/braun, ist eine endständige Rispe. Der Braunwurz blüht in den Monaten Juni bis September. Die Fruchtreife ist von August bis Oktober, die Samen sind Kältekeimer (müssen eine Frostperiode durchleben, Same liegt über). Die Vermehrung erfolgt über die Samen in der Kapselfrucht, sowie durch unterirdische Ausläufer.
Vorkommen: nährstoffreiche, feuchte Stellen in Wäldern, an Waldrändern in Gebüschen und an Flußläufen

 

Bild des Monats Juni 2020

Johanniskraut

Echtes Johanniskraut, Tüpfelhartheu          (Hypericum perforatum )                    Foto: J. Jentsch

ist eine ausdauernde Pflanze, 15-60 cm hoch. Sie bildet stark verzweigte Wurzelkriechsprosse und einen bis zu 50 cm tief reichende Wurzel. Die Stängel sind zweikantig und markig ausgefüllt.
Beim Gefleckten Johanniskraut (Hypericum maculatum) ist der Stengel vierkantig und hohl. Die gegenständigen Blätter sind ei-länglich und dicht durchscheinend punktiert. Die Blüte hat fünf goldgelbe Kronblätter, welche am Rand schwarz punktiert sind. Die Blütezeit geht von Juni bis August. Beim Zerreiben der Blütenknospen, sie enthalten das blutrote Hypericin, verfärben sich die Finger rot. Am Abend und beim Verblühen rollen sich die Blütenblätter an den Seiten in der Längsachse ein.
Echtes Johanniskraut wird als Beruhigungsmittel und Antidepressivum verwendet.
Vorkommen, auf Magerrasen, an Böschungen, Wald-und Wegränder, auf Brachen und Waldlichtungen.

 

Bild des Monats Mai 2020

Waldgelbstern

Maiglöckchen     Convallaria majalis L.                    Foto: J. Jentsch

Ist eine ausdauernde krautige Pflanze, sie wird 10-30 cm hoch. Ihr Speicher- und Überdauerungsorgan ist ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom. Die 2 bis 3 Blätter sind breit-lanzettlich geformt, dunkelgrün und laufen an der Basis in Scheinstängel aus. Die Blüte ist weiß, glockenförmig, in 1seitswendiger Traube, mit intensiv süßlichen Geruch. Die Frucht ist eine rote Beere, mit ein bis fünf Samen. Die gesamte Pflanze ist giftig.
Vorkommen; in Laub- und Nadelwälder

 

Bild des Monats April 2020

Waldgelbstern

Waldgelbstern     Gagea lutea                             Foto: J. Jentsch

stammt aus der Familie der Liliengewächse. Die Pflanze ist 10-30 cm hoch, hat nur eine Zwiebel, keine Nebenzwiebeln.
Sie hat nur ein grundständiges Blatt, 6-12 mm breit. An der Spitze läuft das Blatt kapuzenartig aus.
Die gelben Blüten erscheinen in den Monaten März bis Mai und stehen an einen kahlen Blütenstiel in scheindoldigen Blütenständen zusammen.
Der Waldgelbstern ( auch Waldgoldstern genannt) kommt in Edellaubwälder, Auwäldern, Gebüschen, an Bachrändern und in Wiesen vor.
Das Foto entstand auf den Wiesen im Sebnitztal, unterhalb von Sebnitz.

Ähnlich und seltener, aber ohne die kapuzenartige Blattspitze, ist der Wiesengelbstern Gagea pratensis, dessen Blätter haben einen v-förmigen Querschnitt bzw. weisen eine tiefe Rille auf der Oberseite auf.


Bild des Monats März 2020

Weiße Pestwurz

Weiße Pestwurz       Petasites albus L.                                            Foto: J. Jentsch

Die Pflanze hat zur Blüte eine Höhe von 15-30 cm und der Fruchtstand ist dann bis 60 cm hoch. Die Blüte erscheint in der Zeit März bis Mai,in dichten Trauben und ist weißlich. Die Blätter sind rundlich herzförmig, unregelmäßig gezähnt und auf der Unterseite grau filzig.
Die Weiße Pestwurz bevorzugt Bachufer, Hochstaudenfluren, feuchte Hänge, sickerfeuchte, lehmreiche Edellaubwälder, Auwälder und auch feuchte Waldwege sowie Straßenränder.

Peszwurz rot

Ähnlich, aber rot-weiß bis rot-violett blühend und größer ist die Gewöhnliche Pestwurz, (Petasites hybridus L.) sie kommt vorwiegend an Bachufern vor.

 

Bild des Monats Februar 2020

Mistel

Haareis                                                                                                                             Foto: J.Jentsch

besteht aus feinen Eisnadeln die sich auf morschen und feuchten Totholz bilden.  2008 bestätigen Wissenschaftler als Auslöser ein Myzel winteraktiver Pilze, dessen durch Stoffwechsel erzeugtes Gas, das im Holz vorhandene Wasser nach außen schiebt. Das geschieht nur bei Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt, wenn das Wasser im Holz noch nicht gefroren ist, es jedoch an der nur geringer kälteren Umgebungsluft gefriert.
Kann beim flüchtigen Hinsehen mit einem Schimmelpilz verwechselt werden.
Fundort: Sebnitzer Wald

 

Bild des Monats Januar 2020

Mistel

Schneeglöckchen Galanthus nivalis L.                                                                            Foto: J.Jentsch

gehört zur Familie der Amaryllisgewächse, ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit Zwiebeln als Überdauerungsorgan. Die Pflanze wird 10-20 cm hoch, mit zwei 5-6 mm breiten fleischigen Blättern. Zwischen den Blättern wächst der Blütenstengel mit einer nickenden Blüte. Deren äußeren 3 Blütenblätter sind reinweiß und 14-18 mm lang, die inneren Blütenblätter sind nur halb so lang, ebenfalls weiß, jedoch mit grünem Fleck. Blütezeit von Februar bis März, mitunter schon im Januar
Schneeglöckchen vermehren sich über die Kapselfrucht (enthält ca. 18-36 Samen) und durch Tochterzwiebeln. 
Die Art ist geschützt und die gesamte Pflanze giftig, hier vor allem die Zwiebel.
Vorkommen in Laubwäldern, Streuobstwiesen, Parks und Gärten

 

Pflanze 4. Quartal 2019

Mistel

Mistel Viscum album L.                                                                                           Foto: J.Jentsch

Die Pflanze wächst strauchig (bis zu einem Meter groß) als Halbschmarotzer auf Bäumen. Hier werden Wasser und Nährstoffe aus den Wirtspflanzen gesaugt.
Die Zweige sind gabelig verzweigt mit immergrünen ledrigen Blättern. Die Blüten sind unscheinbar und sitzen in den Gabeln zwischen den Zweigen. Die Beeren sind weiß bzw gelblich, sie besitzen keine Schale, sondern eine klebrige Schicht umhüllt die Samen.
Die Verbreitung erfolgt durch Vögel, die die Früchte bzw die Beerenhäute fressen. Die Samen werden dabei mit den Schnabel (anhaftender klebriger Samen wird an Ästen abgestreift) bzw. durch den Vogelkot verbreitet. Aus den Beeren wurde, als der Vogelfang noch betrieben wurde, Vogelleim hergestellt.
Vorkommen; auf Apfel, Birken, Linden, Ahorn, Pappeln, Weiden und Robinien. Mistelfrei sind Rotbuchen, Eichen sowie Platanen.

 

Pflanze 3. Quartal 2019

Faulbaum

Faulbaum Rhamnus frangula                                                                                   Foto: J.Jentsch

besiedelt Europa bis Westsibirien. Durch den Fäulnisgeruch der Rinde erhielt der Strauch seinen Namen.
Die Rinde wurde und wird als Droge gesammelt, frisch regt sie den Magen an – Erbrechen, getrocknet – Abführmittel.
Das Holz wurde früher zu Holzkohle verkohlt um daraus ein sehr feines Schwarzpulver herzustellen, daher auch sein zweiter Name; Pulverholz.
Die Blüte ist grünlich-weiß, Blühdauer von Ende Mai bis in den September. Daher kommt es vor, daß Blüten, grüne, rote und mitunter reife schwarze Beeren zur gleichen Zeit am etwa 2-4 Meter hohen Strauch anzutreffen sind.
Die Beeren fallen dann ab September bis Dezember ab, wenn sie nicht vorher von Vögeln gefressen wurden.
Blätter, Beeren und frische Rinde sind giftig.

 

Pflanze 2. Quartal 2019

Blut-Weiderich

Blut-Weiderich Lythrum salicaria                                                                               Foto: J.Jentsch

Eine ausdauernde, krautige bis zu zwei Meter hoch werden, am Grund verholzende Pflanze.
Aus dem Rhizom können bis zu 20-30 behaarte vier- und mehrkantige Stängel wachsen. Die Blätter sind in dreizähligen Quirlen, wechsel- bzw. gegenständig angeordnet.
Die Blüten erscheinen in dem Zeitraum Juni bis September in purpurroten Ähren bzw. traubenförmigen Blütenstand (mit bis zu hundert Einzelblüten).  
Vorkommen: Naßwiesen, Gräben, Ufern, nassen Staudenfloren, Sümpfen und Röhrichten
Im Mittelalter als Gerbmittel für Leder und zum Imprägnieren von Seilen und Holz verwendet. Als Heilmittel gegen Blutspeien, Ruhr und Durchfall angewandt.

 

Pflanze 1. Quartal 2019

Lerchensporn

Hohler Lerchensporn Corydalis cava                                                                          Foto: J.Jentsch

Der Lerchensporn ist eine 15-30 cm hohe, ausdauernde krautige Pflanze mit walnussgroßer hohlen Knolle. In diesem Hohlraum können bei älteren Pflanzen bis zu zwei Tochterknollen entwickeln (Speicherorgan). Die Blätter sind immer doppelt und wechselständig angeordnet-dreiteilig.
Die Blüte erscheint erst im 4. Jahr, die Farbe reicht von purpur bis violett und weiß. Zehn bis zwanzig Blüten stehen in Trauben, wobei die einzelnen Blüten immer auf einen Tragblatt sitzen.
Zwei äußere Kronblätter, das Obere ist nach rückwärts gespornt und vorne verbreitert (Oberlippe), das Untere ist vorne verbreitert (Unterlippe).
Verbreitung erfolgt durch direkten Samenfall, durch Ameisen und vegetativ durch Tochterknollen.
Vorkommen: Laub- und Auenwälder, Obstgärten, Gebüsche

 

Bild des Monats Dezember 2018

Rosengallwespe

Verbänderung an einer Fichte                                                                          Foto: J.Jentsch

Verbänderte Sproßachsen stellen eine Verwachsung von mehreren gleichberechtigt nebeneinander wachsenden Vegetationskegeln dar, was eine bandartige Abflachung dieses Sprosses ergibt. Meist besteht diese Erscheinung nur für ein Jahr, im nächstem Jahr wächst der Trieb dann wieder normal.
Die bandartige Abflachung erfolgt durch den Befall des Vegetationskegels durch das Bakterium Corynebacterium fascaians.
Die im Foto gezeigte Verbänderung dauerte jedoch mindestens zwei Jahre. Verbänderungen gibt es auch noch an anderen Baumarten, wie Weide und Esche.

Bilder des Monats November 2018

Rosengallwespe

Bäume an der Grenze

Fotos: J.Jentsch

Natur dokumentiert politisches Ereignis; bei den oben gezeigten Bäumen sieht man noch die Narben der Überwallung von mindestens 7 Reihen Stacheldraht. Auf den unterem Bild sind deutlich die Wülste zu erkennen, bei der oberen und der unteren Wulst sieht man noch die Drahtreste und zwei Krampen. 
Die gesunden Fichten konnten durch ihr Dickenwachstum, im Laufe der Zeit, die Wülste von den Überwallungen „verschwinden“ lassen. Übrig bleiben nur die Narben, wo früher der Stacheldraht am Stamm anlag.

Die Aufnahmen entstanden an der Grenze der BRD zur CS in Nähe vom Wachberg. Es gibt noch mehr Fichten auf tschechischer Seite mit solchen geschichtlichen Zeichen. Der Stacheldraht ist nach dem II.WK von der CSR gezogen wurden und war bis Ende der 60-iger Jahre vorhanden.

Bild des Monats Oktober 2018

Rosengallwespe

Galle der Gemeinen Rosengallwespe  Diplolepis rosae                                   Foto: J.Jentsch

In den Gallen entwickeln sich die Weibchen, die hier bis zum Mai des Folgejahres schlüpfen.
Die sogenannten „Rosen- oder Schlafäpfel“ können bis faustgroß werden und verholzen.
Sie sind meist mehrkammerig. In jeder Kammer lebt eine Larve.

Bild des Monats September 2018

Schattenblümchen

Gewöhnliches Leinkraut   Linaria vulgaris Mill.                                                  Foto: J.Jentsch

Das Leinkraut ist eine 20-40 cm, selten höhere, ausdauernde krautige Pflanze. Die Blätter stehen wechselständig, sind linealisch bis lanzettlich und 2-8 cm lang. 5 und mehr Blüten stehen in traubigem Blütenstand, sie sind schwefelgelb mit orangen Blütenschlund. Blüht in den Monaten Juni-Oktober. Lippenblüter, Blütenkrone mit 1-3 cm langen geraden Sporn. Wird vorwiegend von Hummeln, Wildbienen und Faltern bestäubt. Die Wurzeln gehen bis zu 1 Meter tief in den Boden, vermehrt sich neben den vielen Früchten durch Wurzelsprosse und Ausläufer.
Das Leinkraut kommt auf sonnigen Unkrautfluren, Bahndämmen, Steinbrüchen und Waldschläge vor.
Kam früher, vor der Flurbereinigung in den 1970‘er Jahren, sehr oft auf Feldrainen vor.

Bild des Monats August 2018

Schattenblümchen

Wolfstrapp Lycopus europaeus                                                                         Foto: J.Jentsch

Der Wolfstrapp ist eine krautige Pflanze mit langen Rhizom, 20 – 80 Zentimeter hoch. Die Blüten sitzen
in stehenden Scheinquirlen zusammen, blüht in den Monaten Juli – August.
Er ist eine heimische Art.
Vorkommen: Gräben, Erlenbruchwäldern. Das Foto entstand auf einen sehr nassen Waldweg (Hubenwald/Sebnitz).

Bild des Monats Juli 2018

Schattenblümchen

Mutterkorn  Secale cornutum                                                                             Foto: J.Jentsch

Der Pilz ( im Foto; Bildmitte)  befällt  Getreide vor allen Roggen, aber auch Gerste, Weizen, Dinkel und Hafer.   Der Mutterkornpilz produziert Alkaloide, schon 5 – 10 Gramm frisches Mutterkorn kann bei Erwachsenen zu Atemlähmung und Kreislaufversagen führen und tödlich sein. Weitere Krankheitsbilder sind: Darmkrämpfe, Halluzinationen sowie Durchblutungsstörungen von Fingern und Zehen. Im 19. Jahrhundert traten
Mutterkorn – Massenvergiftungen durch verunreinigtes Brotgetreide auf.

Bild des Monats Juni 2018

Schattenblümchen

Keulenbärlapp   Lycopodium clavatum                                                       Foto: J.Jentsch

Der Keulenbärlapp ist eine Kriechstaude. Die Pflanze besteht aus einen 0,5 bis 4,0 Meter langen Sproß und bis zu 30 Zentimetern aufrecht stehenden Seitensproß. Die Ähren erscheinen in den Monaten Juli bis August. Die Pflanze ist giftig, außer den Sporen. Der Keulenbärlapp kommt in kalkfreien Nadelwäldern, Heiden und auf Magerrasen vor. Er ist eine heimische Pflanze.
In Deutschland laut roter Liste gefährdet.

Bild des Monats Mai 2018

Schattenblümchen

Schattenblümchen   Maianthemum bifolium                                                      Foto: J.Jentsch

Das Zweiblättrige Schattenblümchen ( bifolium = zwei Blätter ) blüht weiß, in den Monaten Mai – Juli,
in einer 8 -15 blütigen Traube. Die Pflanze wird 5 -15 cm hoch. Seine Früchte sind rote giftige Beeren
(enthalten einen sehr geringen Digitalis-Anteil).
Die Vermehrung erfolgt über die Früchte, aber vor allem über ein unterirdisch kriechendes Rhizom,
daher wächst es meist flächig.
Das Schattenblümchen wird wegen seines „maiglöckchenähnlichen“ Aussehen gern als Bodendecker in Gärten angepflanzt.
Vorkommen; in Laub- und Nadelwäldern.

Bei sehr flüchtiger Betrachtung kann es zur Verwechslung mit dem Maiglöckchen Convallaria majalis L. kommen.

Bild des Monats April 2018

Bergahorn

Bergahorn Acer pseudoplatanus L.   mit Rindenverletzung                                Foto: J.Jentsch

Auf dem Foto sind die Narben von 2015 (alt; unten) und von 2016 (neu; oben) an einen ca 10 Zentimeter starken Ahorn zu sehen ( etwa in 2 m Höhe). Diese Rindenverletzungen wurden durch einen Specht (freundlicher Hinweis zum „Täter“ durch Revierleiter C.Schmidt) verursacht, sie gehen durch die Rinde, das Kambium bis ins Holz. Dadurch tritt mit Saccharose angereichertes Leitbahnwasser („süßer Saft“) aus den Wunden aus und wird vom Specht aufgenommen.

Dieses Leitbahnwasser ist nur im Frühjahr, vor dem Blattaustrieb, besonders stark mit Kohlenhydraten, vor allem Glucose und Fructose angereichert. Bei Ahornarten Saccharose. Da aber vor dem Blattaustrieb im zeitigem Frühjahr noch nicht viel Wasser durch Verdunstung verbraucht wird, entsteht ein Überdruck, der Wasser bis in die Kronen hoch drückt, aber auch angezapft werden kann ( hier durch den Specht).
Da das Kambium verletzt wurde, kommt es zur Wundheilung mit der oben gezeigten Narbenbildung. Rindenverletzung, die nicht bis ins Kambium reicht, wird nicht ausgeheilt. Verletztes Holz kann auch nicht regeneriert werden.

Vorkommen; hier Hubenwald Sebnitz, ca 15 Ahornbäume mit bis zu 4 verheilten Ringen

Bild des Monats März 2018

Schuppenwurz

Märzenbecher, Frühlingsknotenblume      Leucojum vernum L.                                    Foto: J.Jentsch

Die Pflanze ist 10-30 cm hoch, die Blätter sind linealisch und 20-30 cm hoch. Die Blüten sind weiß mit gelber Spitze, glockenförmig. Blüht in den Monaten Februar-April. Der Märzenbecher ist giftig und geschützt.
Vorkommen; in Gebüschen, Auen- und Schluchtwäldern, Wiesen und Uferbereichen.
Im Landkreis großes Vorkommen auf den Märzenbecherwiesen an der Bockmühle und in den umliegenden Orten; z.B. Stürza, Cunnersdorf (hier entstand das Foto) und Langenwolmsdorf.
Die Märzenbecherwiesen wurden früher (DDR) von den Jägern des Jagdgebiet Stolpen (Heeselicht) in aktiver Naturschutzarbeit betreut.

Bild des Monats Februar 2018

Schuppenwurz

Schuppenwurz       Latraea squamaria L.                                                                      Foto: J.Jentsch

Die Pflanze ist etwa 10 – 25 cm hoch, sie ist beinahe chlorophyll frei. Die Blüte ist blaßrosa bis lila gefärbt und in einer übergebogenen Traube angeordnet. Unterirdisch bildet sich ein bis 2 Meter langes Rhizom. Das Rhizom besitzt kleine Saugorgane, mit dem die Pflanze Saft aus den Wurzeln von Erle, Hasel, Buche und Pappel saugt. Der Schuppenwurz blüht in den Monaten März bis April, jedoch kommt es erst mit etwa 10 Jahren zur Blühreife. Es ist eine heimische Art.

Bild des Monats Januar 2018

Kleines Wintergrün

Kleines Wintergrün       Pyrola minor                                                                           Foto: J.Jentsch

Das Wintergrün ist eine etwa 10 – 20 cm hohe Pflanze. Die Blüte ist weiß und kugelig geschlossen.
Es blüht in den Monaten Juni – Juli, es kommt häufig zur Selbstbestäubung. Die Keimung der Samen
erfolgt nur mit Hilfe von Wurzelpilzen. Vermehrt sich auch durch Wurzelausläufer.
Vorkommen: in Nadelwäldern, sauren Eichen – und Buchenwäldern und in Birkenmooren.
Einheimische Pflanze ( mir ist jedoch bisher nur ein Standort bekannt J.J.)  Die Blätter bleiben auch
im Winter grün – daher der Name.

Bild des Monats Dezember 2017

Spindelholz

Pfaffenhütchen Spindelholz       Euonymus europaeus                                                 Foto: J.Jentsch

Der etwa 3 bis maximal 6 Meter hohe Strauch blüht in den Monaten Mai-Juni. Die Blüte ist unscheinbar,
weiß bis gelblich, in blattachselständigen Rispen. Die Früchte sind kaminrote, 3- 4 teilige Scheinfrüchte
mit vier weißen Samen in orangefarbigen Samenmantel - die Samen sind, ebenso alle Pflanzenteile, giftig. Einheimischer Strauch, der an Hecken, in Auen und Laubwäldern vorkommt.
Der Name Spindelholz weißt auf seine ehemalige Nutzung als Drechselholz, hier für die Spindeln der Spinnräder, hin.
Da der Samen im Winter gern von Vögeln gefressen wird, wird es auch „Rotkelchenbrot“ genannt.

Bild des Monats November 2017

Klatschmohn

Zusammenwachsung von zwei Roteichen Quercus rubra
im Staatsforstrevier Unger, Rugiswalder Kirchberg                                                           Foto: J.Jentsch

Wie geht das?

Von einem benachbarten Stamm geht ein Ast aus und berührt den daneben stehenden artgleichen Baumstamm vielleicht sogar mit gemeinsamem Wurzelstock ( Verschweißung der Wurzeln der benachbarten Bäume nach Kontakt J.J.). Der Wind setzt eine Verschleißwunde, Kontaktspannungen bewirken zusätzlich gegenseitige Umwallung und Formschluss. Wenn nach einigen adaptiven Wachstum auch die Jahrringsorientierung der beiden zu verschweißenden Komponenten kraftschlussgerecht ist, kommt es zur Ausbildung gemeinsamer Jahrringe, also echter Verschweißung.
(Adaptives Wachstum erstrebt Spannungskonstanz auf der Baumoberfläche, ist die konstruktive Erschaffung der Baumgestalt angepasst an die äußeren Bedingungen.)
Nach der vollständigen Verschweißung des Astes mit dem benachbarten Baumstamm stirbt der Ast nach der Überwallungsstelle ab, da der Transportfluss unterbrochen wurde.

Bild des Monats Oktober 2017

Klatschmohn

Bunter Hohlzahn     Galeopsis speciosa Mill                                                                 Foto: J.Jentsch

Blüht in den Monaten Juni-Oktober, die Blüte ist hellgelb, Mittellappen oder Kronenlippe violett. Der Hohlzahn wird 30-80 cm hoch. Vorkommen; Wege, Äcker sowie in Wäldern – auf lichten Stellen, einheimische Pflanze.

Ähnlich, jedoch blaßrot blühend ist der Kleinblütige Hohlzahn, er ist etwas kleiner im Wuchs.

Bilder des Monats September 2017

Klatschmohn

Echtes Springkraut, Rühr mich nicht an     Impatiens noli-tangere L.                       Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juli-August, die Blüte ist gelb, 2-3 cm groß mit einem gekrümmten Sporn.
Die Pflanzen sind 30-80 cm hoch. Die Fruchtkörper springen bei Berührung oder Vollreife auf.
Vorkommen: in Auen, Schluchtwälder und feuchten Laubwälder. Einheimisches Springkraut

Waldgeissbart

Kleinblütiges Springkraut    Impatiens parviflora DC.                                                   Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juni-September. Die Pflanzen sind 30-60 cm hoch. Die Blüte ist hellgelb 8-10 mm lang mit geradem Sporn. Die Fruchtstände, ebenso das Vorkommen sind ähnlich wie beim Echten Springkraut. Stammt ursprünglich aus Asien, etwa seit 1840 aus Botanischen Gärten verwildert.

Aronstab

Drüsiges Springkraut    Impatiens glandulifera                                                             Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juli-August. Die Pflanzen sind 50-200 cm hoch. Die Blüten sind 2-4 cm lang, weinrot bis weiß mit gekrümmtem Sporn, in Trauben zu 2-15 Blüten.
Das Vorkommen: vorwiegend in Auen, jedoch zunehmend in Wälder und Gärten, Ödland
Es stammt ursprünglich aus Ostindien. Kam als Gartenpflanze nach Europa und ist seit 50 Jahren verwildert.
Die rasche Ausbreitung läßt sich durch Mahd vor der Blüte eindämmen.

Alle drei Springkräuter können als „Reinbestände“ vorkommen, jedoch gibt es häufig Mischungen zwischen dem Echtem Springkraut und dem Kleinblütigen Springkraut. Neuerdings kommt in diesen Mischungen auch das Drüsige Springkraut vor.

Bild des Monats August 2017

Klatschmohn

Klatschmohn Papaver rhoeas L. im Direktanflug von einer Hummel und umgeben von
Kornblumen Centaurea cyanus L.                                                                                   Foto: J.Jentsch

Der Klatschmohn wächst vorwiegend auf Äckern, Schutt und Wegen, blüht in den Monaten Mai-Juli.
Es ist eine Pflanze mit weißem Milchsaft und kann bis zu 80 cm hoch werden.

Die Kornblume wächst ebenfalls auf Äckern und auf Schutt. Sie blüht blau in den Monaten Juni-Oktober.

Bild des Monats Juli 2017

Waldgeissbart

Waldgeißbart, Johanniswedel Aruncus sylvestris                                                       Foto: J.Jentsch

Der Waldgeißbart blüht in den Monaten April bis Juli, jedoch meist um den Johannistag ( deshalb auch der Name Johanniswedel ). Er kann bis 150 cm hoch werden und seine Blütenstand bis 50 cm lang werden. Er wächst in Schluchtwäldern und an Gebirgsbächen. Er ist eine Charakterpflanze der Sächsischen Schweiz.

Bild des Monats Juni 2017

Aronstab

Gefleckter Aronstab Arum maculatum L.                                                                            Foto: J.Jentsch

Der Aronstab blüht in den Monaten April – Juni. Er ist giftig und eine Gleitfallenblume (die Bestäubung erfolgt durch Fliegen) und wächst in Auenwäldern, Laubmischwäldern und Hecken.
Seine Blätter sind grün und selten gefleckt (im Gegensatz zu seinem Namen).
Seine Früchte sind rote Beeren.

Etwas ähnlich ist die Sumpf-Calla, Schlangenwurz Calla palustris L. Diese hat jedoch eine eiförmige Blattscheide, außen grünlich und innen weiß (deshalb eigentlich nicht mit dem Aronstab zu verwechseln). Sie hat ebenfalls rote Beeren und ist giftig.

Bild des Monats Mai 2017

Salomonsiegel

Salomonsiegel, Duftender Weißwurz Polygonatum odoratum                                          Foto: J.Jentsch

Der Salomonsiegel blüht in den Monaten Mai-Juni, er ist giftig, wächst an Waldrändern, Gebüschen, Eichen – und Kiefernwäldern. Vor allem in sogenannten Bauernwäldern ist er häufig anzutreffen.
Eine ähnliche Art ist der Vielblütige Weißwurz Polygonatum multiflorum, er hat jedoch nicht wie der Salomonsiegel 1-2 Blüten, sondern 3-5 Blüten je Blütenstand.

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