Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Archiv - Bilder des Monats - Die “Grüne Welt“

 

Pflanze 4. Quartal 2019

Mistel

Mistel Viscum album L.                                                                                           Foto: J.Jentsch

Die Pflanze wächst strauchig (bis zu einem Meter groß) als Halbschmarotzer auf Bäumen. Hier werden Wasser und Nährstoffe aus den Wirtspflanzen gesaugt.
Die Zweige sind gabelig verzweigt mit immergrünen ledrigen Blättern. Die Blüten sind unscheinbar und sitzen in den Gabeln zwischen den Zweigen. Die Beeren sind weiß bzw gelblich, sie besitzen keine Schale, sondern eine klebrige Schicht umhüllt die Samen.
Die Verbreitung erfolgt durch Vögel, die die Früchte bzw die Beerenhäute fressen. Die Samen werden dabei mit den Schnabel (anhaftender klebriger Samen wird an Ästen abgestreift) bzw. durch den Vogelkot verbreitet. Aus den Beeren wurde, als der Vogelfang noch betrieben wurde, Vogelleim hergestellt.
Vorkommen; auf Apfel, Birken, Linden, Ahorn, Pappeln, Weiden und Robinien. Mistelfrei sind Rotbuchen, Eichen sowie Platanen.

 

Pflanze 3. Quartal 2019

Faulbaum

Faulbaum Rhamnus frangula                                                                                   Foto: J.Jentsch

besiedelt Europa bis Westsibirien. Durch den Fäulnisgeruch der Rinde erhielt der Strauch seinen Namen.
Die Rinde wurde und wird als Droge gesammelt, frisch regt sie den Magen an – Erbrechen, getrocknet – Abführmittel.
Das Holz wurde früher zu Holzkohle verkohlt um daraus ein sehr feines Schwarzpulver herzustellen, daher auch sein zweiter Name; Pulverholz.
Die Blüte ist grünlich-weiß, Blühdauer von Ende Mai bis in den September. Daher kommt es vor, daß Blüten, grüne, rote und mitunter reife schwarze Beeren zur gleichen Zeit am etwa 2-4 Meter hohen Strauch anzutreffen sind.
Die Beeren fallen dann ab September bis Dezember ab, wenn sie nicht vorher von Vögeln gefressen wurden.
Blätter, Beeren und frische Rinde sind giftig.

 

Pflanze 2. Quartal 2019

Blut-Weiderich

Blut-Weiderich Lythrum salicaria                                                                               Foto: J.Jentsch

Eine ausdauernde, krautige bis zu zwei Meter hoch werden, am Grund verholzende Pflanze.
Aus dem Rhizom können bis zu 20-30 behaarte vier- und mehrkantige Stängel wachsen. Die Blätter sind in dreizähligen Quirlen, wechsel- bzw. gegenständig angeordnet.
Die Blüten erscheinen in dem Zeitraum Juni bis September in purpurroten Ähren bzw. traubenförmigen Blütenstand (mit bis zu hundert Einzelblüten).  
Vorkommen: Naßwiesen, Gräben, Ufern, nassen Staudenfloren, Sümpfen und Röhrichten
Im Mittelalter als Gerbmittel für Leder und zum Imprägnieren von Seilen und Holz verwendet. Als Heilmittel gegen Blutspeien, Ruhr und Durchfall angewandt.

 

Pflanze 1. Quartal 2019

Lerchensporn

Hohler Lerchensporn Corydalis cava                                                                          Foto: J.Jentsch

Der Lerchensporn ist eine 15-30 cm hohe, ausdauernde krautige Pflanze mit walnussgroßer hohlen Knolle. In diesem Hohlraum können bei älteren Pflanzen bis zu zwei Tochterknollen entwickeln (Speicherorgan). Die Blätter sind immer doppelt und wechselständig angeordnet-dreiteilig.
Die Blüte erscheint erst im 4. Jahr, die Farbe reicht von purpur bis violett und weiß. Zehn bis zwanzig Blüten stehen in Trauben, wobei die einzelnen Blüten immer auf einen Tragblatt sitzen.
Zwei äußere Kronblätter, das Obere ist nach rückwärts gespornt und vorne verbreitert (Oberlippe), das Untere ist vorne verbreitert (Unterlippe).
Verbreitung erfolgt durch direkten Samenfall, durch Ameisen und vegetativ durch Tochterknollen.
Vorkommen: Laub- und Auenwälder, Obstgärten, Gebüsche

 

Bild des Monats Dezember 2018

Rosengallwespe

Verbänderung an einer Fichte                                                                          Foto: J.Jentsch

Verbänderte Sproßachsen stellen eine Verwachsung von mehreren gleichberechtigt nebeneinander wachsenden Vegetationskegeln dar, was eine bandartige Abflachung dieses Sprosses ergibt. Meist besteht diese Erscheinung nur für ein Jahr, im nächstem Jahr wächst der Trieb dann wieder normal.
Die bandartige Abflachung erfolgt durch den Befall des Vegetationskegels durch das Bakterium Corynebacterium fascaians.
Die im Foto gezeigte Verbänderung dauerte jedoch mindestens zwei Jahre. Verbänderungen gibt es auch noch an anderen Baumarten, wie Weide und Esche.

Bilder des Monats November 2018

Rosengallwespe

Bäume an der Grenze

Fotos: J.Jentsch

Natur dokumentiert politisches Ereignis; bei den oben gezeigten Bäumen sieht man noch die Narben der Überwallung von mindestens 7 Reihen Stacheldraht. Auf den unterem Bild sind deutlich die Wülste zu erkennen, bei der oberen und der unteren Wulst sieht man noch die Drahtreste und zwei Krampen. 
Die gesunden Fichten konnten durch ihr Dickenwachstum, im Laufe der Zeit, die Wülste von den Überwallungen „verschwinden“ lassen. Übrig bleiben nur die Narben, wo früher der Stacheldraht am Stamm anlag.

Die Aufnahmen entstanden an der Grenze der BRD zur CS in Nähe vom Wachberg. Es gibt noch mehr Fichten auf tschechischer Seite mit solchen geschichtlichen Zeichen. Der Stacheldraht ist nach dem II.WK von der CSR gezogen wurden und war bis Ende der 60-iger Jahre vorhanden.

Bild des Monats Oktober 2018

Rosengallwespe

Galle der Gemeinen Rosengallwespe  Diplolepis rosae                                   Foto: J.Jentsch

In den Gallen entwickeln sich die Weibchen, die hier bis zum Mai des Folgejahres schlüpfen.
Die sogenannten „Rosen- oder Schlafäpfel“ können bis faustgroß werden und verholzen.
Sie sind meist mehrkammerig. In jeder Kammer lebt eine Larve.

Bild des Monats September 2018

Schattenblümchen

Gewöhnliches Leinkraut   Linaria vulgaris Mill.                                                  Foto: J.Jentsch

Das Leinkraut ist eine 20-40 cm, selten höhere, ausdauernde krautige Pflanze. Die Blätter stehen wechselständig, sind linealisch bis lanzettlich und 2-8 cm lang. 5 und mehr Blüten stehen in traubigem Blütenstand, sie sind schwefelgelb mit orangen Blütenschlund. Blüht in den Monaten Juni-Oktober. Lippenblüter, Blütenkrone mit 1-3 cm langen geraden Sporn. Wird vorwiegend von Hummeln, Wildbienen und Faltern bestäubt. Die Wurzeln gehen bis zu 1 Meter tief in den Boden, vermehrt sich neben den vielen Früchten durch Wurzelsprosse und Ausläufer.
Das Leinkraut kommt auf sonnigen Unkrautfluren, Bahndämmen, Steinbrüchen und Waldschläge vor.
Kam früher, vor der Flurbereinigung in den 1970‘er Jahren, sehr oft auf Feldrainen vor.

Bild des Monats August 2018

Schattenblümchen

Wolfstrapp Lycopus europaeus                                                                         Foto: J.Jentsch

Der Wolfstrapp ist eine krautige Pflanze mit langen Rhizom, 20 – 80 Zentimeter hoch. Die Blüten sitzen
in stehenden Scheinquirlen zusammen, blüht in den Monaten Juli – August.
Er ist eine heimische Art.
Vorkommen: Gräben, Erlenbruchwäldern. Das Foto entstand auf einen sehr nassen Waldweg (Hubenwald/Sebnitz).

Bild des Monats Juli 2018

Schattenblümchen

Mutterkorn  Secale cornutum                                                                             Foto: J.Jentsch

Der Pilz ( im Foto; Bildmitte)  befällt  Getreide vor allen Roggen, aber auch Gerste, Weizen, Dinkel und Hafer.   Der Mutterkornpilz produziert Alkaloide, schon 5 – 10 Gramm frisches Mutterkorn kann bei Erwachsenen zu Atemlähmung und Kreislaufversagen führen und tödlich sein. Weitere Krankheitsbilder sind: Darmkrämpfe, Halluzinationen sowie Durchblutungsstörungen von Fingern und Zehen. Im 19. Jahrhundert traten
Mutterkorn – Massenvergiftungen durch verunreinigtes Brotgetreide auf.

Bild des Monats Juni 2018

Schattenblümchen

Keulenbärlapp   Lycopodium clavatum                                                       Foto: J.Jentsch

Der Keulenbärlapp ist eine Kriechstaude. Die Pflanze besteht aus einen 0,5 bis 4,0 Meter langen Sproß und bis zu 30 Zentimetern aufrecht stehenden Seitensproß. Die Ähren erscheinen in den Monaten Juli bis August. Die Pflanze ist giftig, außer den Sporen. Der Keulenbärlapp kommt in kalkfreien Nadelwäldern, Heiden und auf Magerrasen vor. Er ist eine heimische Pflanze.
In Deutschland laut roter Liste gefährdet.

Bild des Monats Mai 2018

Schattenblümchen

Schattenblümchen   Maianthemum bifolium                                                      Foto: J.Jentsch

Das Zweiblättrige Schattenblümchen ( bifolium = zwei Blätter ) blüht weiß, in den Monaten Mai – Juli,
in einer 8 -15 blütigen Traube. Die Pflanze wird 5 -15 cm hoch. Seine Früchte sind rote giftige Beeren
(enthalten einen sehr geringen Digitalis-Anteil).
Die Vermehrung erfolgt über die Früchte, aber vor allem über ein unterirdisch kriechendes Rhizom,
daher wächst es meist flächig.
Das Schattenblümchen wird wegen seines „maiglöckchenähnlichen“ Aussehen gern als Bodendecker in Gärten angepflanzt.
Vorkommen; in Laub- und Nadelwäldern.

Bei sehr flüchtiger Betrachtung kann es zur Verwechslung mit dem Maiglöckchen Convallaria majalis L. kommen.

Bild des Monats April 2018

Bergahorn

Bergahorn Acer pseudoplatanus L.   mit Rindenverletzung                                Foto: J.Jentsch

Auf dem Foto sind die Narben von 2015 (alt; unten) und von 2016 (neu; oben) an einen ca 10 Zentimeter starken Ahorn zu sehen ( etwa in 2 m Höhe). Diese Rindenverletzungen wurden durch einen Specht (freundlicher Hinweis zum „Täter“ durch Revierleiter C.Schmidt) verursacht, sie gehen durch die Rinde, das Kambium bis ins Holz. Dadurch tritt mit Saccharose angereichertes Leitbahnwasser („süßer Saft“) aus den Wunden aus und wird vom Specht aufgenommen.

Dieses Leitbahnwasser ist nur im Frühjahr, vor dem Blattaustrieb, besonders stark mit Kohlenhydraten, vor allem Glucose und Fructose angereichert. Bei Ahornarten Saccharose. Da aber vor dem Blattaustrieb im zeitigem Frühjahr noch nicht viel Wasser durch Verdunstung verbraucht wird, entsteht ein Überdruck, der Wasser bis in die Kronen hoch drückt, aber auch angezapft werden kann ( hier durch den Specht).
Da das Kambium verletzt wurde, kommt es zur Wundheilung mit der oben gezeigten Narbenbildung. Rindenverletzung, die nicht bis ins Kambium reicht, wird nicht ausgeheilt. Verletztes Holz kann auch nicht regeneriert werden.

Vorkommen; hier Hubenwald Sebnitz, ca 15 Ahornbäume mit bis zu 4 verheilten Ringen

Bild des Monats März 2018

Schuppenwurz

Märzenbecher, Frühlingsknotenblume      Leucojum vernum L.                                    Foto: J.Jentsch

Die Pflanze ist 10-30 cm hoch, die Blätter sind linealisch und 20-30 cm hoch. Die Blüten sind weiß mit gelber Spitze, glockenförmig. Blüht in den Monaten Februar-April. Der Märzenbecher ist giftig und geschützt.
Vorkommen; in Gebüschen, Auen- und Schluchtwäldern, Wiesen und Uferbereichen.
Im Landkreis großes Vorkommen auf den Märzenbecherwiesen an der Bockmühle und in den umliegenden Orten; z.B. Stürza, Cunnersdorf (hier entstand das Foto) und Langenwolmsdorf.
Die Märzenbecherwiesen wurden früher (DDR) von den Jägern des Jagdgebiet Stolpen (Heeselicht) in aktiver Naturschutzarbeit betreut.

Bild des Monats Februar 2018

Schuppenwurz

Schuppenwurz       Latraea squamaria L.                                                                      Foto: J.Jentsch

Die Pflanze ist etwa 10 – 25 cm hoch, sie ist beinahe chlorophyll frei. Die Blüte ist blaßrosa bis lila gefärbt und in einer übergebogenen Traube angeordnet. Unterirdisch bildet sich ein bis 2 Meter langes Rhizom. Das Rhizom besitzt kleine Saugorgane, mit dem die Pflanze Saft aus den Wurzeln von Erle, Hasel, Buche und Pappel saugt. Der Schuppenwurz blüht in den Monaten März bis April, jedoch kommt es erst mit etwa 10 Jahren zur Blühreife. Es ist eine heimische Art.

Bild des Monats Januar 2018

Kleines Wintergrün

Kleines Wintergrün       Pyrola minor                                                                           Foto: J.Jentsch

Das Wintergrün ist eine etwa 10 – 20 cm hohe Pflanze. Die Blüte ist weiß und kugelig geschlossen.
Es blüht in den Monaten Juni – Juli, es kommt häufig zur Selbstbestäubung. Die Keimung der Samen
erfolgt nur mit Hilfe von Wurzelpilzen. Vermehrt sich auch durch Wurzelausläufer.
Vorkommen: in Nadelwäldern, sauren Eichen – und Buchenwäldern und in Birkenmooren.
Einheimische Pflanze ( mir ist jedoch bisher nur ein Standort bekannt J.J.)  Die Blätter bleiben auch
im Winter grün – daher der Name.

Bild des Monats Dezember 2017

Spindelholz

Pfaffenhütchen Spindelholz       Euonymus europaeus                                                 Foto: J.Jentsch

Der etwa 3 bis maximal 6 Meter hohe Strauch blüht in den Monaten Mai-Juni. Die Blüte ist unscheinbar,
weiß bis gelblich, in blattachselständigen Rispen. Die Früchte sind kaminrote, 3- 4 teilige Scheinfrüchte
mit vier weißen Samen in orangefarbigen Samenmantel - die Samen sind, ebenso alle Pflanzenteile, giftig. Einheimischer Strauch, der an Hecken, in Auen und Laubwäldern vorkommt.
Der Name Spindelholz weißt auf seine ehemalige Nutzung als Drechselholz, hier für die Spindeln der Spinnräder, hin.
Da der Samen im Winter gern von Vögeln gefressen wird, wird es auch „Rotkelchenbrot“ genannt.

Bild des Monats November 2017

Klatschmohn

Zusammenwachsung von zwei Roteichen Quercus rubra
im Staatsforstrevier Unger, Rugiswalder Kirchberg                                                           Foto: J.Jentsch

Wie geht das?

Von einem benachbarten Stamm geht ein Ast aus und berührt den daneben stehenden artgleichen Baumstamm vielleicht sogar mit gemeinsamem Wurzelstock ( Verschweißung der Wurzeln der benachbarten Bäume nach Kontakt J.J.). Der Wind setzt eine Verschleißwunde, Kontaktspannungen bewirken zusätzlich gegenseitige Umwallung und Formschluss. Wenn nach einigen adaptiven Wachstum auch die Jahrringsorientierung der beiden zu verschweißenden Komponenten kraftschlussgerecht ist, kommt es zur Ausbildung gemeinsamer Jahrringe, also echter Verschweißung.
(Adaptives Wachstum erstrebt Spannungskonstanz auf der Baumoberfläche, ist die konstruktive Erschaffung der Baumgestalt angepasst an die äußeren Bedingungen.)
Nach der vollständigen Verschweißung des Astes mit dem benachbarten Baumstamm stirbt der Ast nach der Überwallungsstelle ab, da der Transportfluss unterbrochen wurde.

Bild des Monats Oktober 2017

Klatschmohn

Bunter Hohlzahn     Galeopsis speciosa Mill                                                                 Foto: J.Jentsch

Blüht in den Monaten Juni-Oktober, die Blüte ist hellgelb, Mittellappen oder Kronenlippe violett. Der Hohlzahn wird 30-80 cm hoch. Vorkommen; Wege, Äcker sowie in Wäldern – auf lichten Stellen, einheimische Pflanze.

Ähnlich, jedoch blaßrot blühend ist der Kleinblütige Hohlzahn, er ist etwas kleiner im Wuchs.

Bilder des Monats September 2017

Klatschmohn

Echtes Springkraut, Rühr mich nicht an     Impatiens noli-tangere L.                       Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juli-August, die Blüte ist gelb, 2-3 cm groß mit einem gekrümmten Sporn.
Die Pflanzen sind 30-80 cm hoch. Die Fruchtkörper springen bei Berührung oder Vollreife auf.
Vorkommen: in Auen, Schluchtwälder und feuchten Laubwälder. Einheimisches Springkraut

Waldgeissbart

Kleinblütiges Springkraut    Impatiens parviflora DC.                                                   Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juni-September. Die Pflanzen sind 30-60 cm hoch. Die Blüte ist hellgelb 8-10 mm lang mit geradem Sporn. Die Fruchtstände, ebenso das Vorkommen sind ähnlich wie beim Echten Springkraut. Stammt ursprünglich aus Asien, etwa seit 1840 aus Botanischen Gärten verwildert.

Aronstab

Drüsiges Springkraut    Impatiens glandulifera                                                             Foto: J.Jentsch

Es blüht in den Monaten Juli-August. Die Pflanzen sind 50-200 cm hoch. Die Blüten sind 2-4 cm lang, weinrot bis weiß mit gekrümmtem Sporn, in Trauben zu 2-15 Blüten.
Das Vorkommen: vorwiegend in Auen, jedoch zunehmend in Wälder und Gärten, Ödland
Es stammt ursprünglich aus Ostindien. Kam als Gartenpflanze nach Europa und ist seit 50 Jahren verwildert.
Die rasche Ausbreitung läßt sich durch Mahd vor der Blüte eindämmen.

Alle drei Springkräuter können als „Reinbestände“ vorkommen, jedoch gibt es häufig Mischungen zwischen dem Echtem Springkraut und dem Kleinblütigen Springkraut. Neuerdings kommt in diesen Mischungen auch das Drüsige Springkraut vor.

Bild des Monats August 2017

Klatschmohn

Klatschmohn Papaver rhoeas L. im Direktanflug von einer Hummel und umgeben von
Kornblumen Centaurea cyanus L.                                                                                   Foto: J.Jentsch

Der Klatschmohn wächst vorwiegend auf Äckern, Schutt und Wegen, blüht in den Monaten Mai-Juli.
Es ist eine Pflanze mit weißem Milchsaft und kann bis zu 80 cm hoch werden.

Die Kornblume wächst ebenfalls auf Äckern und auf Schutt. Sie blüht blau in den Monaten Juni-Oktober.

Bild des Monats Juli 2017

Waldgeissbart

Waldgeißbart, Johanniswedel Aruncus sylvestris                                                       Foto: J.Jentsch

Der Waldgeißbart blüht in den Monaten April bis Juli, jedoch meist um den Johannistag ( deshalb auch der Name Johanniswedel ). Er kann bis 150 cm hoch werden und seine Blütenstand bis 50 cm lang werden. Er wächst in Schluchtwäldern und an Gebirgsbächen. Er ist eine Charakterpflanze der Sächsischen Schweiz.

Bild des Monats Juni 2017

Aronstab

Gefleckter Aronstab Arum maculatum L.                                                                            Foto: J.Jentsch

Der Aronstab blüht in den Monaten April – Juni. Er ist giftig und eine Gleitfallenblume (die Bestäubung erfolgt durch Fliegen) und wächst in Auenwäldern, Laubmischwäldern und Hecken.
Seine Blätter sind grün und selten gefleckt (im Gegensatz zu seinem Namen).
Seine Früchte sind rote Beeren.

Etwas ähnlich ist die Sumpf-Calla, Schlangenwurz Calla palustris L. Diese hat jedoch eine eiförmige Blattscheide, außen grünlich und innen weiß (deshalb eigentlich nicht mit dem Aronstab zu verwechseln). Sie hat ebenfalls rote Beeren und ist giftig.

Bild des Monats Mai 2017

Salomonsiegel

Salomonsiegel, Duftender Weißwurz Polygonatum odoratum                                          Foto: J.Jentsch

Der Salomonsiegel blüht in den Monaten Mai-Juni, er ist giftig, wächst an Waldrändern, Gebüschen, Eichen – und Kiefernwäldern. Vor allem in sogenannten Bauernwäldern ist er häufig anzutreffen.
Eine ähnliche Art ist der Vielblütige Weißwurz Polygonatum multiflorum, er hat jedoch nicht wie der Salomonsiegel 1-2 Blüten, sondern 3-5 Blüten je Blütenstand.

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