Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Die “Grüne Welt“ - dem Jäger und Naturschützer gefällt

Diese Thematik mit einzelnen Erläuterungen soll in Zukunft monatlich mit einem anderen Pflanzengewächs
in loser Reihenfolge den Jägern, Jungjägern und Naturschützern auf der Internetseite in Erinnerung gebracht werden. Somit soll erreicht werden, auffallende Gräser und Pflanzen besser kennen zu lernen und gegebenfalls bei Fachleuten im Zweifel auch einmal nachzufragen.

Bild des Monats Juni 2018

Schattenblümchen

Keulenbärlapp   Lycopodium clavatum                                                       Foto: J.Jentsch

Der Keulenbärlapp ist eine Kriechstaude. Die Pflanze besteht aus einen 0,5 bis 4,0 Meter langen Sproß und bis zu 30 Zentimetern aufrecht stehenden Seitensproß. Die Ähren erscheinen in den Monaten Juli bis August. Die Pflanze ist giftig, außer den Sporen. Der Keulenbärlapp kommt in kalkfreien Nadelwäldern, Heiden und auf Magerrasen vor. Er ist eine heimische Pflanze.
In Deutschland laut roter Liste gefährdet.

 

Bild des Monats Mai 2018

Schattenblümchen

Schattenblümchen   Maianthemum bifolium                                                      Foto: J.Jentsch

Das Zweiblättrige Schattenblümchen ( bifolium = zwei Blätter ) blüht weiß, in den Monaten Mai – Juli,
in einer 8 -15 blütigen Traube. Die Pflanze wird 5 -15 cm hoch. Seine Früchte sind rote giftige Beeren
(enthalten einen sehr geringen Digitalis-Anteil).
Die Vermehrung erfolgt über die Früchte, aber vor allem über ein unterirdisch kriechendes Rhizom,
daher wächst es meist flächig.
Das Schattenblümchen wird wegen seines „maiglöckchenähnlichen“ Aussehen gern als Bodendecker in Gärten angepflanzt.
Vorkommen; in Laub- und Nadelwäldern.

Bei sehr flüchtiger Betrachtung kann es zur Verwechslung mit dem Maiglöckchen Convallaria majalis L. kommen.

 

Bild des Monats April 2018

Bergahorn

Bergahorn Acer pseudoplatanus L.   mit Rindenverletzung                                Foto: J.Jentsch

Auf dem Foto sind die Narben von 2015 (alt; unten) und von 2016 (neu; oben) an einen ca 10 Zentimeter starken Ahorn zu sehen ( etwa in 2 m Höhe). Diese Rindenverletzungen wurden durch einen Specht (freundlicher Hinweis zum „Täter“ durch Revierleiter C.Schmidt) verursacht, sie gehen durch die Rinde, das Kambium bis ins Holz. Dadurch tritt mit Saccharose angereichertes Leitbahnwasser („süßer Saft“) aus den Wunden aus und wird vom Specht aufgenommen.

Dieses Leitbahnwasser ist nur im Frühjahr, vor dem Blattaustrieb, besonders stark mit Kohlenhydraten, vor allem Glucose und Fructose angereichert. Bei Ahornarten Saccharose. Da aber vor dem Blattaustrieb im zeitigem Frühjahr noch nicht viel Wasser durch Verdunstung verbraucht wird, entsteht ein Überdruck, der Wasser bis in die Kronen hoch drückt, aber auch angezapft werden kann ( hier durch den Specht).
Da das Kambium verletzt wurde, kommt es zur Wundheilung mit der oben gezeigten Narbenbildung. Rindenverletzung, die nicht bis ins Kambium reicht, wird nicht ausgeheilt. Verletztes Holz kann auch nicht regeneriert werden.

Vorkommen; hier Hubenwald Sebnitz, ca 15 Ahornbäume mit bis zu 4 verheilten Ringen

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