Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Die “Grüne Welt“ - dem Jäger und Naturschützer gefällt

Diese Thematik mit einzelnen Erläuterungen wird monatlich mit einem anderen Pflanzengewächs den Jägern, Jungjägern und Naturschützern auf der Internetseite in Erinnerung gebracht. Somit soll erreicht werden, auffallende Gräser und Pflanzen besser kennen zu lernen und gegebenfalls bei Fachleuten im Zweifel auch einmal nachzufragen.

Bild des Monats Mai 2021

Seidelbast   Bärlauch

Bärlauch       Allium ursinum L.                                                                                              Fotos: J. Jentsch

Ist eine 20-50 cm hohe Pflanze mit Lauchgeruch.
Aus der schlanken länglichen Zwiebel werden die beiden Laubblättern gebildet. Der aufrechte Blütenstandstiel ist dreikantig und nur am Ansatz beblättert. Die Blütezeit reicht von April bis Mai.
Die Samen werden durch Tiere (Anhaftung) sowie fließendes Wasser verbreitet. Die Keimdauer beträgt 2 Jahre, Bärlauch vermehrt sich schnell über seine Zwiebeln und bildet daher innerhalb weniger Jahre große Horste. Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter.
Trotz der leichten Identifikation durch den knoblauchartigen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch von unerfahrenen Sammlern immer wieder mit dem Maiglöckchen, der Herbstzeitlose und dem Gefleckten Aronstab verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig.
Vorkommen: in schattigen, feuchten und humusreichen Auwäldern und Laubwäldern, in Auen, Schluchten und unter Sträuchern

 

Bild des Monats April 2021

Seidelbast

Seidelbast (Kellerhals)       Daphne mezereum                 Foto: J. Jentsch

ist ein Strauch, welcher 30-150 cm hoch werden kann. Die duftend, rosa Blüten erscheinen vor dem Blattaustrieb (März-April) und sind 10-14 mm breit, 4zipfelig,  zu 1-3  im oberen Teil der Zweige ährenartig angeordnet sitzend. Beim Seidelbast sind die Blüten kauliflor (Stammblütigkeit - Blüten entstehen an verholzten Pflanzenteilen).
Die Frucht ist rot, kugelig und 6-10 mm. Die Blätter sind kurz gestielt, lanzettlich, ganzrandig.
Seidelbast ist sehr giftig, vor allen in der Rinde und den Samen. Eine Giftaufnahme ist beim Menschen oral (Beeren), aber auch über die Haut möglich. Schädigung der Haut, schweren Schädigung der Nieren, des Kreislaufs und des Zentralnervensystems.
Achtung: schon 5 Beeren sind für Kinder tödlich!!! für Erwachsene reichen 10 -12 Beeren.
Vorkommen; Laub- und Mischwälder, auf frischen bis feuchten, humus- und meist kalkreichen Lehmböden

 

Bild des Monats März 2021

Rainfarn

Bergulme

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)             Foto: J. Jentsch

ist eine ausdauernde krautige Pflanze und wird zwischen 11 und 25 Zentimeter hoch.
Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein unterirdisches etwa 30 cm langes, kriechendes Rhizom. Es setzt an seinem einen Ende das Wachstum fort und bildet die Sproßknospe, stirbt jedoch am anderem Ende ab. Die Blütezeit ist zwischen März bis Mai, eine weiße Blüte mit sechs bis acht Blütenblättern (selten mehr) pro Pflanze. Die Blüten sind nachts oder bei kühler Witterung geschlossen. Bestäubung erfolgt über Insekten, Selbstbestäubung ist möglich. Die Samen werden zumeist von Ameisen verbreitet. Buschwindröschen sind Licht- und Frostkeimer. Durch Verzweigung des Rhizoms erfolgt die vegetative Vermehrung.
Vorkommen: sommergrüne Laubwälder, Gebüsche, Wiesen

 

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