Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Die “Grüne Welt“ - dem Jäger und Naturschützer gefällt

Diese Thematik mit einzelnen Erläuterungen soll in Zukunft quartalsweise mit einem anderen Pflanzengewächs
in loser Reihenfolge den Jägern, Jungjägern und Naturschützern auf der Internetseite in Erinnerung gebracht werden. Somit soll erreicht werden, auffallende Gräser und Pflanzen besser kennen zu lernen und gegebenfalls bei Fachleuten im Zweifel auch einmal nachzufragen.

Pflanze 2. Quartal 2019

Blut-Weiderich

Blut-Weiderich Lythrum salicaria                                                                               Foto: J.Jentsch

Eine ausdauernde, krautige bis zu zwei Meter hoch werden, am Grund verholzende Pflanze.
Aus dem Rhizom können bis zu 20-30 behaarte vier- und mehrkantige Stängel wachsen. Die Blätter sind in dreizähligen Quirlen, wechsel- bzw. gegenständig angeordnet.
Die Blüten erscheinen in dem Zeitraum Juni bis September in purpurroten Ähren bzw. traubenförmigen Blütenstand (mit bis zu hundert Einzelblüten).  
Vorkommen: Naßwiesen, Gräben, Ufern, nassen Staudenfloren, Sümpfen und Röhrichten
Im Mittelalter als Gerbmittel für Leder und zum Imprägnieren von Seilen und Holz verwendet. Als Heilmittel gegen Blutspeien, Ruhr und Durchfall angewandt.

 

Pflanze 1. Quartal 2019

Lerchensporn

Hohler Lerchensporn Corydalis cava                                                                          Foto: J.Jentsch

Der Lerchensporn ist eine 15-30 cm hohe, ausdauernde krautige Pflanze mit walnussgroßer hohlen Knolle. In diesem Hohlraum können bei älteren Pflanzen bis zu zwei Tochterknollen entwickeln (Speicherorgan). Die Blätter sind immer doppelt und wechselständig angeordnet-dreiteilig.
Die Blüte erscheint erst im 4. Jahr, die Farbe reicht von purpur bis violett und weiß. Zehn bis zwanzig Blüten stehen in Trauben, wobei die einzelnen Blüten immer auf einen Tragblatt sitzen.
Zwei äußere Kronblätter, das Obere ist nach rückwärts gespornt und vorne verbreitert (Oberlippe), das Untere ist vorne verbreitert (Unterlippe).
Verbreitung erfolgt durch direkten Samenfall, durch Ameisen und vegetativ durch Tochterknollen.
Vorkommen: Laub- und Auenwälder, Obstgärten, Gebüsche

Bild des Monats Dezember 2018

Rosengallwespe

Verbänderung an einer Fichte                                                                          Foto: J.Jentsch

Verbänderte Sproßachsen stellen eine Verwachsung von mehreren gleichberechtigt nebeneinander wachsenden Vegetationskegeln dar, was eine bandartige Abflachung dieses Sprosses ergibt. Meist besteht diese Erscheinung nur für ein Jahr, im nächstem Jahr wächst der Trieb dann wieder normal.
Die bandartige Abflachung erfolgt durch den Befall des Vegetationskegels durch das Bakterium Corynebacterium fascaians.
Die im Foto gezeigte Verbänderung dauerte jedoch mindestens zwei Jahre. Verbänderungen gibt es auch noch an anderen Baumarten, wie Weide und Esche.

 

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