Jagdverband Sächsische Schweiz e. V.

MuffelwildReh

Die “Grüne Welt“ - dem Jäger und Naturschützer gefällt

Diese Thematik mit einzelnen Erläuterungen wird monatlich mit einem anderen Pflanzengewächs den Jägern, Jungjägern und Naturschützern auf der Internetseite in Erinnerung gebracht. Somit soll erreicht werden, auffallende Gräser und Pflanzen besser kennen zu lernen und gegebenfalls bei Fachleuten im Zweifel auch einmal nachzufragen.

Bild des Monats Juli 2021

Wiesenknopf   

Kleiner Wiesenknopf (Pimpinelle)            Sanguisorba minor                 Fotos: J. Jentsch

ist eine ausdauernde krautige 20 bis 100 Zentimeter hohe Pflanze, mit grundständiger Blattrosette.
Die Blätter sind gefiedert, mit 11-31 ovalen Fiederblättern, diese jederseits mit 4-8 spitzen Zähnen.
Die Blüten stehen in kugelförmigen Blütenständen von 1- 3 Zentimeter Durchmesser. Sie besitzt einen grünen ( bis rötlichen) Kelch. An den Köpfchen stehen oben die weiblichen Blüten mit roten pinselförmigen Narben, darunter zwittrige Blüten und zuunterst die zuletzt reifenden männlichen Blüten mit lang gestielten, hängenden Staubbeuteln. Blütezeit von Mai bis August.
Die Früchte werden vorwiegend durch Wind und Wasser verbreitet. Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer.
Vorkommen: lückige Magerrasen, Böschungen und Wege

Bild des Monats Juni 2021

Kuckucks-Lichtnelke   

Kuckucks-Lichtnelke       Lychnis flos-cuculi L                      Fotos: J. Jentsch

ist eine 30 – 80 cm hohe Pflanze. Die Grundblätter sind spatelförmig, oft bewimpert und gestielt.
Die oberen Blätter sind lineal-lanzettlich. Der Blütenstand ist locker, gabelig verzweigt, die meistens roten Blüten (seltener weiß) sind 3-4 cm breit. Die 5 Kronblätter sind tief in 4 Zipfel geteilt. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blüten sind überwiegend zwittrig.
Wegen des tiefen Kelches erfolgt die Bestäubung nur durch langrüsselige Insekten wie Schmetterlinge und langrüsselige Bienen, Selbstbestäubung ist möglich.
Die Kapselfrucht ( mit fünf nach außen gebogenen Zähnen) springt bei Trockenheit auf und streut die Samen. Vegetative Vermehrung ist möglich.
Vorkommen: in feuchten, mäßig fetten Wiesen, Mooren und Sümpfen, Wegrändern und Äckern.

 

Bild des Monats Mai 2021

Seidelbast   Bärlauch

Bärlauch       Allium ursinum L.                                                                                              Fotos: J. Jentsch

Ist eine 20-50 cm hohe Pflanze mit Lauchgeruch.
Aus der schlanken länglichen Zwiebel werden die beiden Laubblättern gebildet. Der aufrechte Blütenstandstiel ist dreikantig und nur am Ansatz beblättert. Die Blütezeit reicht von April bis Mai.
Die Samen werden durch Tiere (Anhaftung) sowie fließendes Wasser verbreitet. Die Keimdauer beträgt 2 Jahre, Bärlauch vermehrt sich schnell über seine Zwiebeln und bildet daher innerhalb weniger Jahre große Horste. Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter.
Trotz der leichten Identifikation durch den knoblauchartigen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch von unerfahrenen Sammlern immer wieder mit dem Maiglöckchen, der Herbstzeitlose und dem Gefleckten Aronstab verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig.
Vorkommen: in schattigen, feuchten und humusreichen Auwäldern und Laubwäldern, in Auen, Schluchten und unter Sträuchern

 

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